Die Baustelle in der Straße Am Schiötten sorgt gleich auf mehreren Ebenen für Konfliktpotential. © Privat
Baustelle

Ärger Am Schiötten: „Feuerwehr oder Rollstühle kommen hier nicht durch“

Eigentlich sollte es nur ein ganz normaler Straßenausbau werden. Doch die Baustelle Am Schiötten in Sythen sorgt für großen Unmut bei den Anwohnern - aus gleich mehreren Gründen.

Dass es zu Problemen bei der Zufahrt zu den eigenen Grundstücken kommt, damit hatten die Anwohner Am Schiötten gerechnet. Aber ein Ausmaß der Bauarbeiten mit diesen Folgen hatten sie nicht auf dem Schirm. „Es ist ein Witz. Die Feuerwehr hätte hier keine Chance. Auch Rollstühle oder Kinderwagen kommen hier nicht durch“, sagt ein Anwohner.

Das Problem: Die Straße wurde komplett aufgerissen und ist sehr uneben. Daher haben es gerade Menschen schwer, die nicht gut zu Fuß sind oder auf Rollen unterwegs sind – wie Rollstühle oder Kinderwagen.

Die Stadt hatte eigentlich angekündigt, dass die Durch- bzw. Anfahrt von Rettungsfahrzeugen und der Müllabfuhr jederzeit sichergestellt ist. Aber das scheint momentan zweifelhaft.

Für den Abend wurde eine Fahrspur geschaffen

Und was meint die Stadt dazu? „Wir haben mit den Zuständigen vor Ort gesprochen und der Polier wird verstärkt darauf achten, dass der linke Fahrstreifen einspurig befahren werden kann“, teilte Stadtsprecherin Sophie Hoffmeier mit. Ziel sei es vor allem, dass in der Feierabend-Zeit ein gutes Durchkommen gegeben ist. Außerdem wurde eine Fahrspur in der Baustelle geschaffen, die abends freigegeben wird, sodass die Straße passierbar ist.

Die Stadtsprecherin schränkt jedoch ein: „Tagsüber, während der Arbeiten, kann es durchaus sein, dass die Straße kurzzeitig nicht gut erreichbar ist. Dann sind aber auch immer Leute vor Ort, die im Notfall eine Durchfahrt schaffen können.“

Gullydeckel 20 Zentimeter über der Erde

Die Anwohner bemängeln zudem, dass die Baustelle nicht richtig abgesichert sei. So stehen Hydranten etwa 20 Zentimeter über der Erde. Gerade im Dunkeln könnte es daher leicht passieren, dass es zu Unfällen kommt.

Die Stadt meint hierzu: „Ein Mitglied der Verwaltung war persönlich vor Ort, um sich vom ordnungsgemäßen Zustand der Baustelle zu überzeugen. Aufgrund der aktuellen Ausschachtung der Straße ist derzeit vermehrt mit Einschränkungen zu rechnen. Die ganze Baustelle wird allerdings nach Feierabend vernünftig abgesichert.“

Start mit Verzögerung

Die Baustelle wird die Anwohner noch eine ganze Zeit beschäftigen. Insgesamt zwölf Wochen sind geplant. Aktuell werden die Böden abgefahren, um Schotter einzubauen. Diese Arbeiten werden noch bis einschließlich Dienstag (27. April) andauern. Anschließend dann werden die Grundstückseinfahrten angeschottet, um sie höhenmäßig gleichzusetzen. und die Randsteine gesetzt.

Die Bauarbeiten am Schiötten begannen vor wenigen Tagen mit einer Verzögerung von etwa zwei Wochen. Zu Beginn der Arbeiten hatte sich herausgestellt, dass eine zusätzliche Bodenuntersuchung nötig ist. Ein „Standardprozedere“, wie die Stadt es nennt.

Info

  • Die Stadt Haltern weist daraufhin, dass sich die Anwohner gerne direkt an die Baustellenleitung wenden können, um Probleme auf direktem Weg zu klären und schnell eine Lösung zu finden.
  • Es wurden Einwurfzettel verteilt, die die nötigen Kontaktdaten enthalten.
Über den Autor
Volontär
Gebürtiger Brandenburger. Hat Evangelische Theologie studiert. Wollte aber schon von klein auf Journalist werden, weil er stets neugierig war und nervige Fragen stellte. Arbeitet gern an verbrauchernahen Themen, damit die Leute da draußen besser informiert sind.
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Maximilian Konrad

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