Krankheit

Erster Affenpocken-Fall im Kreis Recklinghausen – Mann aus Haltern infiziert

Weltweit infizieren sich immer mehr Menschen mit Affenpocken. Nun wurde auch im Kreis Recklinghausen die erste Infektion mit der Krankheit nachgewiesen. Es gibt einen zweiten Verdachtsfall.
Die erste Affenpocken-Infektion im Kreis Recklinghausen wurde nun in Haltern nachgewiesen. (Symbolbild) © picture alliance/dpa/Bundeswehr

Die Krankheit fängt an mit Fieber, Kopf-, Muskel-, Rückenschmerzen und geschwollenen Lymphknoten. Nach einigen Tagen entwickeln sich Hautveränderungen. Infektiöse Bläschen verteilen sich über Gesicht, Handflächen und Fußsohlen.

Im Mai 2022 sind die ersten Fälle der Affenpocken in Deutschland bekannt geworden. Nun ist die infektiöse Krankheit auch im Kreis Recklinghausen angekommen. Am Montag, 27. Juni, gibt die Pressestelle des Kreises den ersten nachgewiesenen Fall einer Affenpocken-Infektion bekannt.

Betroffen ist ein Mann aus Haltern am See. Wo er sich infiziert hat, ist laut Pressestelle bislang noch unklar. Der Mann und seine engen Kontaktpersonen befinden sich aktuell in Quarantäne. Das Gesundheitsamt des Kreises Recklinghausen steht in täglichem Austausch mit dem Betroffenen und seinen Kontakten.

Zweiter Verdachtsfall im Kreis kommt aus Castrop-Rauxel

Es gibt einen weiteren Affenpocken-Verdachtsfall im Kreis. Ein Mann aus Castrop-Rauxel könnte sich ebenfalls mit der Krankheit infiziert haben. Die Proben befinden sich derzeit zur Untersuchung im Labor. Eine Infektion liegt nahe, da er engen Kontakt zu bereits nachgewiesenen Fällen hatte. Der Castrop-Rauxeler befindet sich in Isolation, das Gesundheitsamt ermittelt seine Kontakte.

Gleichzeitig gibt die Pressestelle in ihrer Mitteilung Entwarnung: „Die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Affenpocken im Kreis Recklinghausen schnell ausbreiten, ist gering“, so Marina Lorsch, Leiterin des Infektionsschutzes beim Gesundheitsamt des Kreises. Anders als bei Corona ist die Übertragung der Affenpocken von Mensch zu Mensch selten. Es ist lediglich durch einen sehr engen Kontakt möglich.

Bei Affenpocken-Symptomen den Hausarzt aufsuchen

Die Zeit zwischen Infektionen und den ersten Symptomen liegt in der Regel zwischen 5 und 21 Tagen. „Infizierte sollten jede Art von engem Kontakt mit anderen Menschen vermeiden, bis der Ausschlag abgeklungen und der letzte Schorf abgefallen ist“, so Marina Lorsch.

Diese elektronenmikroskopische Aufnahme aus dem Jahr 2003, die von den Centers for Disease Control and Prevention zur Verfügung gestellt wurde, zeigt reife, ovale Affenpockenviren (l) und kugelförmige unreife Virionen (r), die aus einer menschlichen Hautprobe im Zusammenhang mit dem Präriehundeausbruch von 2003 stammt. © picture alliance/dpa/Russell Regner/CDC/AP

Dieser Prozess könne bis zu vier Wochen dauern. Infizierte Personen sind so lange ansteckend, bis die Symptome abgeklungen beziehungsweise die infektiösen Bläschen verschwunden sind. Wer Symptome bekommt, die auf Affenpocken hindeuten, sollte laut Gesundheitsamt folgendes beachten:

  • engen Körperkontakt vermeiden
  • Hausarzt aufsuchen
  • Laboruntersuchung durch den Hausarzt veranlassen lassen

Sollte ein positiver Befund vorliegen, werden die Gesundheitsämter automatisch informiert.

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