Angeblicher Polizist befragte Seniorin zu ihrem Schmuck

Betrugsversuch

Ein Anruf eines angeblichen Polizeibeamten, der sich nach dem Schmuck der Hausbewohnerin erkundigt? Sehr verdächtig! Eine 85-jährige Halternerin reagierte genau richtig und informierte die echte Polizei. Wir haben nachgehört, was hinter dem Fall steckt.

SYTHEN

, 08.12.2016, 16:24 Uhr / Lesedauer: 1 min
Angeblicher Polizist befragte Seniorin zu ihrem Schmuck

"Hinweise von Bürgern sind für uns enorm wichtig", sagt die Polizei. Deswegen sollte man bei verdächtigen Beobachtungen sofort die 110 anrufen.

Ein Anruf eines angeblichen Kriminalbeamten der Recklinghäuser Polizei sollte am Mittwoch um kurz nach 20 Uhr eine ältere Dame wohl verunsichern. Bei den Nachbarn wäre vorhin eingebrochen und Schmuck entwendet worden, so der „Polizist“. Möglicherweise könne ein Kollege ihr sicher dabei behilflich sein, auch für ihren Schmuck einen sicheren Ort, am Besten bei der Polizei als in der Wohnung zu finden.

Darauf war ihre kurze und knappe Antwort: „Ich bin eine arme alte Frau und bei mir gibt es sowieso nichts zu holen!“ Ihr Sohn und gleichzeitig Nachbar informierte die „richtige“ Polizei über den Vorgang. „Eine absolut tolle Reaktion und richtiges Verhalten“, lobt Polizeisprecher Andreas Wilming-Weber. Es sei ein relativ neues Phänomen, ältere Bürger so zu betrügen oder bestehlen, so Wilming-Weber. Bürger, die sich bei den Polizeidienststellen melden und erkundigen, ob sie wirklich von Polizeibeamten angerufen wurden, machen genau das Richtige.

Der Polizeisprecher warnt: „Fallen Sie nicht auf diese Machenschaften herein. Es ist nicht üblich, dass die Polizei derartige Anrufe tätigt und schon gar nicht, dass die Polizei Wertsachen vorsorglich sicherstellt. Niemals werden Polizeibeamte am Telefon Ihre Bankdaten mit Pin-Nummer abfragen. Melden Sie sich bei derartigen Anrufen sofort bei der ‚richtigen‘ Polizei und benutzen Sie dabei ruhig den Notruf 110!“

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