Angeblicher Schütze wehrt sich

"Ich habe gar keine Waffe"

LIPPRAMSDORF „Ich habe mir nichts vorzuwerfen.“ Ingo Steinhoff lüftete am Freitag selbst das Geheimnis um seine Person. Er soll der Mann sein, der Anfang Dezember auf zwei Kinder in Lippramsdorf schoss.

von Von Silvia Wiethoff

, 18.12.2009, 17:02 Uhr / Lesedauer: 1 min

Am Spätnachmittag des 2. Dezember habe er ein Klirren an seiner Haustür gehört, sei ums Haus gelaufen und habe zwei Schatten im Wald verschwinden sehen. Dann habe er ein Fahrrad entdeckt, das er einkassierte, um so die Störer zu enttarnen. Haustür, Wand und Treppenabsatz seien mit Bier besudelt gewesen. Ein Schuss sei auf seinem Grundstück nie gefallen. Als eine der Familien das Fahrrad habe abholen wollen, habe er lediglich darauf bestanden, dass die Jungen den Eingangsbereich wieder säubern. Am nächsten Tag habe ihn dann seine Frau angerufen: „Die Kripo ist hier.“

Dem Geschehen sei ein längerer Streit zwischen ihm und einer der beteiligten Familien vorausgegangen. Ursprünglich sei man sogar gut bekannt gewesen, bis es Ärger um das liebe Geld gab. Steinhoff, der mit seiner Familie seit 2004 in Eppendorf lebt, ließ sich vom befreundeteten Gartenbauer sein heimisches Grundstück gestalten. Als später ein aus seiner Sicht überhöhter Rechnungsbetrag gefordert worden sei, sei die Auseinandersetzung vor Gericht gelandet. Das Verfahren endete im Sommer mit einem Vergleich. „Danach kamen wir nicht mehr zur Ruhe“, berichtete Steinhoff von ständig neuen Ärgernissen. Unter anderem seien Bierflaschen und mehr als 100 Maiskolbern auf seinem Grundstück gelandet. Mittlerweile habe er eine Überwachungskamera installiert. 

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