Anwohner der Stever verlangen Antworten: Offener Brief an Gelsenwasser

Redakteurin
Tote Fische liegen am Ufer der Zwischenstever, die Anwohnerinnen und Anwohner wollen ein Fischsterben im nächsten Jahr verhindern. © Nora Varga
Lesezeit

Die Anwohnerinnen und Anwohner der Siedlung Overrath und Hullern mussten am Wochenende zuschauen, wie innerhalb von wenigen Stunden tausende Fische in der Zwischenstever erstickt sind. Im Wasser war einfach nicht mehr genug Sauerstoff. Jetzt haben einige Anwohner einen offenen Brief an Bürgermeister Andreas Stegmann und Gelsenwasser formuliert.

Sie wollen „ein zukünftiges Fischsterben wirksam verhindern.“ Dafür wollen sie mit der Stadt und Gelsenwasser in einen offenen Austausch treten. Es gehe nicht darum, jemandem die Schuld in die Schuhe zu schieben. Trotzdem heißt es in dem Schreiben: „Wir sehen jedoch wiederholt, dass die von der Gelsenwasser AG angewandten experimentellen Methoden zur Sauerstoffanreicherung erfolglos sind.“

Unabhängiger Experte soll Einschätzung abgeben

Im ersten Schritt soll es ein Bürgergespräch geben. Aber die Anwohner fordern in ihrem Brief auch „eine neutrale und fachkundige Stellungnahme eines ausgewiesenen Gewässerexperten“. Man setze auf eine Zusammenarbeit, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen: „Wir sind überzeugt, dass wir beim Schutz und Erhalt des Fischbestandes sowie der Stever als Ökosystem auf Ihre Unterstützung zählen können.“