Asylkreis und Caritas suchen neue Flüchtlingspaten

Ehrenamt

„Eines der erfolgreichsten solcher Projekte in ganz Deutschland“ seien die Halterner Flüchtlingspaten, sagt David Schütz von der Caritas. Um dieses Erfolgsprojekt auszubauen, sind noch weitere Helfer gefragt.

HALTERN

von Kevin Kindel

, 30.08.2017, 18:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Asylkreis und Caritas suchen neue Flüchtlingspaten

Christel Baumann (v.l.), Pfarrer Heio Weishaupt, Petra Schwarzbich-Efsing, Pfarrer Karl Henschel, Anna Haverkamp, David Schütz und Ellen Grossekemper werben für das Patenprojekt für Flüchtlinge. © Foto: Kevin Kindel

Insgesamt werden rund 270 Geflüchtete von Halterner Ehrenamtlichen betreut, das ist mehr als ein Drittel der Flüchtlinge, die in der Stadt leben. „Das Interesse an der Sache ist aber noch größer“, sagt Anna Haverkamp, die die Kontakte zu den Zugezogenen vermittelt.

Briefe erklären, an Termine erinnern, Tipps geben

Eine junge Frau aus Eritrea und ein Afghane Anfang 20, die Deutsch lernen möchten, oder eine Familie aus der Mongolei, die einfach Kontakt zu anderen Familien für Freizeitaktivitäten sucht. „Wir haben Bedarf für ganz viele verschiedene Patenschaften jeden Alters“, sagt Pfarrer Karl Henschel.

„Als Pate hilft man, Briefe zu erklären, bei Terminen pünktlich zu sein oder einfache Tipps zu geben“, erklärt Petra Schwarzbich-Efsing, die sich schon lange engagiert. Erst habe sie im Unterricht an der Hauptschule ausgeholfen, dann kam sie zu einer Patenschaft. „Die Paten können zur Beratung auf ein großes Netz aus Asylkreis, Stadt, Caritas, Gemeinden und Arbeitsagentur zurückgreifen“, ergänzt Schütz.

Freundeskreis wird internationaler

Viele Paten seien berufstätig, manche studieren zum Beispiel in Münster und haben nur selten Zeit fürs Engagement. Aber das sei kein Problem, „auch wer nur eine Stunde pro Woche Zeit hat, ist bei uns willkommen“, sagt Anna Haverkamp. Alle Projekte seien gut geeignet, um einfach mal vorbeizuschauen und hineinzuschnuppern.

Petra Schwarzbich-Efsing ist wichtig: „Man bekommt bei der ehrenamtlichen Arbeit ganz viel zurück.“ Nicht nur das Gefühl, etwas Gutes zu tun; in vielen Fällen wächst mit einer Patenschaft der eigene Freundeskreis und wird internationaler. Kevin Kindel

Einen Infoabend für die Patenschaften gibt es am 21. September (Donnerstag), ab 19 Uhr, im Paul-Gerhardt-Haus, Reinhard-Freericks-Straße 17. Der Asylkreis ist in der ehemaligen Erich-Kästner-Schule, Drususstraße 2, montags von 15 bis 18 Uhr, mittwochs von 15 bis 17 Uhr und freitags von 11 bis 13 Uhr erreichbar. Anna Haverkamp gibt weitere Infos: Tel. 1 09 00 oder A.Haverkamp@caritas-haltern.de
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