Ausschuss stimmt für Erweiterung der Feuer- und Rettungswache

Diskussion

HALTERN Die Feuer- und Rettungswache wird auf der Südseite um gut 600 Quadratmeter erweitert. Den Anbau Richtung Koeppstraße finanziert die Stadt aus Mitteln des Konjunkturpakets II

von Von Elisabeth Schrief

, 12.08.2010, 22:04 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Halterner Feuer- und Rettungswache soll Richtung Parkplatz Koeppstraße erweitert werden.

Die Halterner Feuer- und Rettungswache soll Richtung Parkplatz Koeppstraße erweitert werden.

Der Haupt- und Finanzausschuss ebnete gegen die Stimmen der Grünen und Karl-Heinz Boermann (WGH) den Weg für die 310.000 Euro teure, von Architekt Zahn geplante Baumaßnahme. In der Grundtendenz waren sich die Politiker einig. Franz Schrief (CDU): "Die Fürsorgepflicht gebietet eine Verbesserung der desolaten Zustände im Feuerwehrhaus." Allen ist klar, dass die Situation für die Kameraden unzumutbar ist und funktionierende Strukturen nur durch einen Anbau erhalten werden können.

Die Kritik der Grünen richtete sich nicht gegen die Feuerwehr-Wünsche, sondern vielmehr gegen die gewählte Variante. Maaike Thomas: "Sie ist städtebaulich nicht zu vertreten und architektonisch keine Meisterleistung." Einen Verfechter fand sie in Karl-Heinz Boermann, der gleich eine alternative Planung unter den Ausschuss-Mitgliedern verteilte.

Maaike Thomas und später auch Ludwig Deitermann (WGH) warfen der Verwaltung vor, eine Entscheidung in aller Eile herbeiführen zu wollen ohne ernsthafte Diskussionen und Prüfung anderer Erweiterungsmöglichkeiten. Den Anbau verglich Thomas mit einem Blinddarm auf einem Sahnegrundstück. Ihr Vorschlag, die Wache an anderer Stelle neuzubauen, verwies Bürgermeister Bodo Klimpel ins Reich der Illusion: "Dafür haben wir kein Geld."

Lange überlegt CDU, SPD, FDP und Ludwig Deitermann (WGH) stimmten der Erweiterung zu. "Allerdings haben wir lange überlegt und kontrovers diskutiert", erklärte Franz Schrief (CDU). Mit dem Anbau in den freien Raum sei man nicht glücklich, städtebaulich sei er kein Highlight. Der Not der Wehr gehorchend folgte die CDU dem Vorschlag der Verwaltung. Kai Surholt (FDP) bat darum, Eingriffe in den Charakter der Stadt zukünftig intensiver zu prüfen.

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