Badegäste haben keine Angst vor Knöllchen

HALTERN Nichts ging mehr! Die Polizei beschrieb das Verkehrschaos zwischen Silbersee und Ketteler Hof Pfingstmontag so: „Hier ist die Hölle los!“

von Von Elke Rüdiger

, 13.05.2008, 16:24 Uhr / Lesedauer: 1 min
Lang waren auch am Dienstag die Schlangen vor der Silbersee-Gastronomie.

Lang waren auch am Dienstag die Schlangen vor der Silbersee-Gastronomie.

2100 Stellplätze am Silbersee reichten nicht aus, um den Ansturm der Badefans am Montag aufzufangen. Bis 11.30 Uhr hatte sich auf der A 43 vor der Abfahrt Lavesum ein drei Kilometer langer Fahrzeugstau gebildet. Die Polizei griff ein, leitete den Verkehr ab und sperrte um 13 Uhr die Silbersee-Zufahrt und die Einfahrt zum Vogelsberg. Viele wichen nicht nur auf alle freien Flächen in Lehmbraken, sondern auf die Seitenstreifen der L 551 aus.

Einsatzkräfte verdoppelt

Viel zu tun hatten Polizei und DLRG. „8000 bis 9000 Gäste waren da“, schätzte Stefan Bücker (DLRG). Daher wurde die Zahl der Einsatzkräfte Montag verdoppelt. Zufrieden zeigten sich die Gastronomiebetreiber Helmut Kuchel und Udo Meilenbrock. „Alles gut gelaufen! Selbst Dienstag kamen mehr, als wir erwartet hatten“, fasst Kuchel zusammen. Er lobt die Zusammenarbeit mit den Ordnungshütern. Die Security verstärkte ihre Wachmannschaft und kontrollierte erstmals die Rucksäcke der Radler nach Glas. Dennoch kam es zu einem Zwischenfall: Eine Prügelei mit Glasflaschen, bei denen sich die Beteiligten Schnittwunden zuzogen.

Ein Besuch ist  Kult

Bei solchen Bilderbuchtemperaturen, sind sich alle einig, ist die Verkehrsflut nicht besser zu bewältigen. Das Badevergnügen am Silbersee, Stausee und im Freibad Sythen sowie der Freizeitspaß am Ketteler Hof locken unzählige Gäste. Die Kreispolizei schätzt sie auf „50 000 Besucher“. Für viele junge Leute aus dem Ruhrgebiet ist der Silbersee-Besuch „Kult“, und man scheut auch nicht das zu erwartende „saftige Knöllchen“.

Freibadverein freut sich

Gefreut hat sich der Verein Freibad Sythen. Als am Silbersee nichts mehr ging, wurden die Wasserfans zum Freibad weitergeleitet. Vorstandsmitglied Jürgen Brink: „Samstag wurde die Badesaison bei uns eröffnet, und am ersten Wochenende kamen rund 2500 Besucher. Spitzentag mit über 1000 war der Montag.“ Gleich 150 Mitgliedschaften wurden beantragt.

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