Bassa Quartett und Ohrenlaub geben Konzerte im Lea-Drüppel-Theater

Kultur

Zwei Abende mit ganz besonderer Musik verspricht das Lea-Drüppel-Theater mit den Gastspielen des Bassa Quartetts und des Berliner Ensembles Ohrlaub Ende Januar und Anfang Februar.

Haltern

21.01.2019, 12:05 Uhr / Lesedauer: 3 min
Das Bassa Quartett präsentiert „Ahewáuwen - Ein Tangomärchen" im Lea-Drüppel-Theater.

Das Bassa Quartett präsentiert „Ahewáuwen - Ein Tangomärchen" im Lea-Drüppel-Theater. © privat

Das Bassa Quartett präsentiert am 26. Januar (Freitag) ab 20 Uhr mit dem Titel „Ahewáuwen“ ein Tangomärchen im Lea-Drüppel-Theater, Zaunstraße 4.

Zum Inhalt: An der felsigen Küste Feuerlands verliebt sich der Seelöwe Ahewáuwen in eine junge, bildhübsche Menschenfrau. Mit Hilfe einer List gelingt es ihm, sie beim Angeln in die Fluten zu ziehen und auf seinem Rücken ans Ufer einer unbewohnten Nachbarbucht zu bringen… Angst vor der Fremde, Sehnsucht nach der Heimat und das sich Öffnen für eine neue Umgebung sind nicht nur große Themen des Tangos, sondern auch unserer heutigen Zeit. Mit der Vertonung des argentinischen Märchens „Ahewáuwen“ lädt das innovative Berliner Quartett Bassa dazu ein, der wundersamen Geschichte und den dazu komponierten musikalischen Bildern zu lauschen und sich ganz seiner eigenen Fantasie hinzugeben.

Berliner Quartett hat ein Tangomärchen geschaffen

Das Bassa Quartett besteht aus Miriam Erttmann (Violine), Hannes Daerr (Klarinette/Bassklarinette), Takashi Peterson (Gitarre) und Tobias Fleischer (Kontrabass). Mit „Ahewáuwen“ hat das Berliner Tangoquartett bassa nach eigener Angabe sein musikalisches Spektrum um eine erzählerische Ebene erweitert und damit etwas neues geschaffen: ein Tangomärchen.

Bassa haben sich in ihren zwölf Jahren Bandgeschichte ganz unbestritten einen festen Namen in der Tango- und Weltmusikszene erspielt und gehören zu den innovativsten und offensten Formationen einer doch oft sehr strengen und engen Welt. Mit inzwischen vier Studioalben und unzähligen Konzerten haben sie immer wieder bewiesen, dass sie eine sehr spezielle, oft kammermusikalische und gleichzeitig weltoffene und unverkrampfte Art haben, ihre Interpretation des Tango zu komponieren, zu produzieren und zu spielen. Immer virtuos, aber auch immer verträumt und poetisch.

Für ihr neues Album haben sie sich diesmal eine echte Geschichte vorgenommen, die sie musikalisch in ihren Kompositionen erzählen. Aber natürlich nicht irgendeine Geschichte, sondern ein altes Märchen aus Argentinien „Ahewáuwen und das Mädchen“, das von einer Ethnie namens Selk’nam stammt, die bis in die erste Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts in Feuerland lebte.

Mit dieser Vertonung lädt bassa dazu ein, der wundersamen Geschichte, gesprochen von der Schauspielerin, Regisseurin und Sprecherin Judica Albrecht, und den dazu komponierten musikalischen Bildern zu lauschen und sich ganz der eigenen Fantasie hinzugeben.

In enger Zusammenarbeit mit dem Regisseur, Bühnenautor und Dramaturgen Carsten Golbeck entstand eine moderne Textfassung, die bassa in insgesamt zehn Szenen mit ihrer eigenen musikalischen Sprache in vielschichtigen Stimmungen und Farben erstrahlen lässt.

Tickets 22 Euro (erm. 18,50 Euro/Kinder u. Jugendliche 16 Euro) gibt es unter www.lea-drueppel-theater.de, in der Buchhandlung Kortenkamp in Haltern am See und an der Abendkasse.

Das Trio „Ohrlaub“ will virtuose Klangbrücken bauen.

Das Trio „Ohrlaub“ will virtuose Klangbrücken bauen. © Sarah Köster


Virtuose Klangbrücken zwischen zwei Weltmusik-Richtungen

Am 9. Februar (Samstag) um 20 Uhr will das Trio „Ohrlaub“ virtuose Klangbrücken zwischen Weltmusik mit arabesken und indischen Einflüssen, Jazz und einer neuen Form der Kammermusik entwickeln, die mit rhythmischer Dynamik und mit ausdrucksstarken Melodien eigene Wege gehen soll.

Tobias Bülow spielt die indische Bambus-Traversflöte Bansuri und Perkussion. Er hat sich intensiv mit der klassischen indischen Ragamusik befasst und spielt mit verschiedenen Ensembles, die alle in der Kategorie Weltmusik anzusiedeln sind. Seine Konzerttätigkeit führte ihn 2014 unter anderem zum internationalen Festival für Sufi-Musik in Constantin, Algerien. In Kooperation mit Tim Heinrich gestaltete er die Filmmusik für den Werbefilm „World Expo 2017, Kasachstan“, der den 6. Cannes Corporate Media & TV Awards 2015 (Gold) gewann. Musik als universelle Sprache zu begreifen und als völkerverständigendes Medium zu nutzen, ist sein Anliegen.

Der Gitarrist Markus Conrad bewegt sich musikalisch zwischen Jazz, Blues und Weltmusik und vereint diese Elemente in seinem ausdrucksstarken Spiel.

Neben seiner Präsenz auf zahlreichen Bühnen und Festivals ist Markus Conrad mit seiner Band „Zo Knarr“ Preisträger von Jazzwerk-Ruhr, dem [NU] Jazzprijs Dordrecht und dem Young Jazzaward Tübingen.

An der akustischen Gitarre war er Preisträger beim „Open Strings“ in Osnabrück und mit seiner Bluesband „Tore Down House“ begeisterte er mehrere Jahre das Blues-Publikum in NRW.

Caspar van Meel ist ein niederländischer Bassist, Arrangeur und Komponist, der zurzeit in Deutschland lebt und arbeitet. Sein sowohl vielseitiges als auch solides Spiel ist fest in der Jazz-Tradition verwurzelt, zeigt aber auch immer eine in die Zukunft gerichtete Kreativität. John Goldsby, Bassist der WDR-Big Band, attestiert ihm denn auch „ein offenes Ohr für die Zukunft.“ Ein weiteres Instrument van Meels ist neben dem Kontrabass der E-Bass, außerdem arrangiert und komponiert er Musik verschiedener Stilrichtungen für Ensembles vom Streichquartett bis hin zum Jazz-Quintett.

Tickets 20 Euro (erm. 17,50 Euro/Kinder u. Jugendliche 15 Euro) gibt es unter www.lea-drueppel-theater.de, in der Buchhandlung Kortenkamp in Haltern am See und an der Abendkasse.

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