Bauern: "Keine Dioxin-Belastung im heimischen Tierfutter"

Angst vor dem Ei

Der Dioxin-Skandal stört viele Menschen beim Genuss des Frühstückseis. Wie sicher sind aber nun die heimischen Produkte? "Wir haben sofort mit der Raiffeisen Warengenossenschaft gesprochen, von der wir unser Futter beziehen", informiert Conny Arentz vom Bauernladen Arentz.

HALTERN

von Von Stephen Kraut

, 05.01.2011, 16:17 Uhr / Lesedauer: 1 min
Unbedenklich ist das Hühnerfutter auch auf dem Hof von Hubertus Koch (r.).

Unbedenklich ist das Hühnerfutter auch auf dem Hof von Hubertus Koch (r.).

Dass Kunden in diesen Tagen skeptisch sind, weiß Hubertus Koch, der in seinem Bauernladen auch Eier verkauft. „Die Menschen möchten wissen, woher unser Futter kommt.“ Der Landwirt bezieht sein Futter ebenfalls von der Raiffeisen Warengenossenschaft. „Sie haben mir versprochen, eine schriftliche Bescheinigung zur Unbedenklichkeit des Futters zu schicken“, so Koch. Heiner Kemper, ebenfalls Betreiber eines Bauernladens, glaubt, dass besonders die Stammkunden auf ihre Bauernläden vertrauen. „Sie vergewissern sich zwar, dass unser Tierfutter unbedenklich ist.“ Dann griffen die meisten aber ohne Angst zu. „Die Menschen kennen ihren ‚Bauern des Vertrauens‘. Auch in früheren Lebensmittelskandalen konnten sie unserer Qualität vertrauen“, sagt er.

Auch bei der Raiffeisen Warengenossenschaft, von der viele Bauern der Region ihr Futter beziehen, gibt man sich gelassen. „Momentan ist alles im Grünen Bereich“, sagt Günther Hessing von der Abteilung Landwirtschaft. Zwar riefen Landwirte an, um sich zu vergewissern, Grund zur Sorge gebe es aber nicht. „Das Thema ‚Dioxin‘ ist so aktuell und dadurch entsteht eine Hysterie, ähnlich wie bei den BSE-Vorfällen“, so Hessing. Man könne den Weg des Futters von der Herstellung in Dorsten an genau nachverfolgen. „Es ist alles zertifiziert. Nichts kann ‚einfach so‘ eingemischt werden.“

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