Baumsterben in der Haard hat "apokalyptische Ausmaße"

Fichten stark betroffen

Halterns RVR-Forstoberinspektor Harald Klingebiel spricht Tacheles: Stellenweise habe das Baumsterben in der Haard "apokalyptische Ausmaße". Zumindest beim Fichtenbestand.

HALTERN

von Von Ina Retkowitz

, 14.11.2011, 16:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Sein Vorwurf an die Politik: An die Abwackprämie hätten beispielsweise mehr ökologische Anforderungen geknüpft werden müssen. Ist das Kind nun also doch in den Brunnen gefallen? Fakt sei, dass die Haard „großflächige Absterbe-Erscheinungen“ aufweise. „Teilweise haben Sie um sich herum nur noch tote Bäume“, so Klingebiel. Stark betroffen ist dabei die Fichte, deren natürlicher Lebensraum eigentlich nicht in der Haard liegt.

Die hiesige Aufforstung von Menschenhand in einem sowieso schon zu warmen Gebiet mache der Fichte schwer zu schaffen. Wenn dann auch noch die Klima-Erwärmung hinzu komme, bedeute das das Aus für diese Bäume. Auch die Kiefer hat laut Klingebiel eine schlechte Perspektive, weil sie an kaltes, trockenes Klima angepasst sei. Die südeuropäische Schwarzkiefer sowie Eichen sind dagegen auf der sicheren Seite. Buchen zeigten zwar keine 100-prozentige Vitalität, aber die Schad-Symptome ergäben noch kein Katastrophenszenario. Damit das so bleibe, sollten die Halterner ihr Auto öfter mal stehen lassen. Übrigens: Der offizielle Waldschadensbericht erscheint am 22. November.

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