Baustelle schneidet Grundstück von Außenwelt ab

Glasfaser-Arbeiten

Da will man morgens zur Arbeit fahren und kommt nicht aus der eigenen Einfahrt - weil Bauarbeiter die Straße davor aufgerissen haben. Ohne Vorwarnung ist das am Dienstag (6. Juni) in Sythen passiert. Und als die Anwohnerin die Arbeiter ansprach, konnte niemand von ihnen die Frau verstehen.

SYTHEN

, 07.06.2017, 16:44 Uhr / Lesedauer: 1 min
Baustelle schneidet Grundstück von Außenwelt ab

Da Bauarbeiter den Bürgersteig vor ihrer Garageneinfahrt aufgerissen hatten, konnte Jaqueline Jennifer Kann Dienstag nicht mit ihrem Auto zur Arbeit fahren.

Als Jaqueline Jennifer Kann am Dienstagmorgen zur Arbeit fahren wollte, staunte sie nicht schlecht. Der Bürgersteig vor ihrer Garage an der Von-Galen-Straße war von Bauarbeitern aufgerissen worden. Somit konnte sie nicht mit ihrem Auto auf die Straße und auch nicht auf dem üblichen Weg in die Halterner Innenstadt zu ihrem Arbeitsplatz gelangen. Da half es auch nicht, dass sie die Arbeiter ansprach, denn die hätten kein Deutsch gesprochen und entsprechend auch nicht reagiert. „Da ich auch nicht wusste, an wen ich mich sonst wenden konnte, habe ich mich erst einmal darum gekümmert, wie ich zur Arbeit komme“, erklärt die 22-Jährige auf Anfrage dieser Redaktion.

Diesbezüglich sei ihr dann der Zufall zu Hilfe gekommen: „Zum Glück hatte mein Freund Nachtschicht“, erklärt Jaqueline Jennifer Kann, „und da parkt er seinen Wagen immer statt in der Garage auf der Straße. So konnte er mich dann wegbringen.“ Am Abend sei der ganze Spuk dann zwar vorbei gewesen, die Spuren hätte man allerdings weiterhin sehen können. „Da war der Bürgersteig dann wieder dicht, aber alles noch ziemlich dreckig.“

"Der Vorfall tut uns natürlich leid", erklärte Jennifer Epp von der Deutschen Glasfaser. Das Unternehmen ist seit Anfang der Woche dabei, die nötigen Tiefbau-Arbeiten für den Glasfaser-Ausbau von einem holländischen Generalunternehmer durchführen zu lassen. Daher stammen wohl die Kommunikationsprobleme. „Allerdings“, so Jennifer Epp, gibt es in jedem Bautrupp einen Kolonnenführer, der Deutsch spricht“, ergänzt sie. An den solle man sich in ähnlichen Fällen wenden. Denn die Lösung sei unkompliziert, erklärt Epp: „Die Trupps haben entsprechende Brücken zum Drüberfahren dabei, die sie kurzfristig hinlegen können.“

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