Wenig Glück mit dem Wetter hatten die Besucher des verkaufsoffenen Sonntags in Haltern. © Antje Bücker
Innenstadt

Bei durchwachsenem Wetter: So war der verkaufsoffene Sonntag in Haltern

Statt des traditionellen Gänsemarktes im November sollte ein verkaufsoffener Sonntag - der erste in diesem Jahr - viele Besucher in die Halterner Innenstadt locken. Ging der Plan auf?

Die Sonne blickte zwischendurch zwar kurz durch die Wolken, dennoch blieben am ersten verkaufsoffenen Sonntag (7. November) in Haltern die meisten Menschen offensichtlich lieber zu Hause. Viele Halterner Kaufleute zeigten sich unzufrieden.

„Ich weiß nicht, was der Tag noch bringt, aber bisher hatten wir weit weniger Kunden als an anderen Wochenenden. Das mag auch daran liegen, dass in vielen umliegenden Städten ebenfalls die Geschäfte geöffnet haben“, sagte Gabi Badde, Geschäftsführerin der Parfümerie Pieper.

Ähnlich sahen es auch Rokhsane Eslampour und Mehrdad Haschemi vom Teehaus Diba: „Normalerweise ist es an verkaufsoffenen Sonntagen bereits um 13.30 Uhr – also noch bevor die Geschäfte eigentlich öffnen – in der Stadt so voll, dass man kaum durchkommt. Heute ist dagegen fast nichts los“, erklärte Rokhsane Eslampour. Als Gründe vermuten die beiden Inhaber neben dem schlechten Wetter auch die steigende Inzidenz und die Angst vor einer Ansteckung mit Corona.

Wenige Besucher aus anderen Städten

Aus den umliegenden Städten waren wenig Besucher da. Mehrdad Haschemi vermutet das Ausfallen der Züge als zusätzlichen Grund. Zudem bemängelte er, dass in vielen Städten parallel ein verkaufsoffener Sonntag stattfindet: „Zum Monatsanfang haben die Leute volle Portemonnaies und gehen gerne einkaufen. So gesehen ist der erste Sonntag im Monat sicher sinnvoll für die heimische Wirtschaft. Aber wäre es nicht für alle Städte besser, wenn man die Sonntage untereinander aufteilen könnte? Im rotierenden Wechsel könnten die umliegenden Städte dann mal den ersten, zweiten, dritten oder vierten Sonntag bekommen.“

Mehrdad Haschemi und Rokhsane Eslampour sehen auf dem Bild zwar zufrieden aus, waren es aber mit dem Andrang am Sonntag weniger.
Mehrdad Haschemi und Rokhsane Eslampour sehen auf dem Bild zwar zufrieden aus, waren es aber mit dem Andrang am Sonntag weniger. © Antje Bücker © Antje Bücker

Die überwiegend aus Haltern stammenden Kunden nutzten den Besuch der Innenstadt für einen Stadtbummel vor dem Nachmittagskaffee, oder auch für die Gelegenheit zum Einkauf, der in der Woche für Berufstätige kaum möglich ist.

Positiv überrascht vom regen Zulauf war dagegen Steffi Wilhelmer von den Werkstätten Karthaus, die in diesem Jahr wieder ihr Kaufhaus auf Zeit in Haltern betreiben. Für sie war der verkaufsoffene Sonntag gleichzeitig der Tag der Eröffnung. „Zu uns kommen viele Familien, um schon jetzt Weihnachtsgeschenke einzukaufen. Viele von ihnen waren bereits in den vergangenen Tagen hier, als wir den Laden noch eingeräumt haben und kommen nun wieder.“

Über die Autorin
Journalistin und Fotografin wollte ich schon während der Schulzeit werden. Trotzdem bin ich erst nach vielen Umwegen zur Zeitung gekommen. Die Berichterstattung über die Ereignisse in der großen weiten Welt haben meinen Horizont erweitert, der Lokaljournalismus meinen Blick auf die wesentlichen Dinge vor der eigenen Haustür.
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Antje Bücker

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