Beigeordneter will in Altersteilzeit gehen

Nur zwei Jahre aktive Dienstzeit

Der Erste Beigeordnete Hans-Josef Böing stellt sich in der Ratssitzung am 16. Juni (Donnerstag) zur Wiederwahl. Er wird allerdings nicht mehr die volle achtjährige Amtsperiode zur Verfügung stehen, weil er die Altersgrenze erreicht und einen Antrag auf Altersteilzeit gestellt hat.

HALTERN

, 08.06.2016, 16:49 Uhr / Lesedauer: 1 min
Beigeordneter will in Altersteilzeit gehen

Das Halterner Wappen am Rathaus.

Das gewünschte Blockmodell sieht eine aktive Dienstphase vom 1. Oktober 2016 bis 16. November 2018 vor. Bis zum Eintritt in den Ruhestand am 1. Januar 2021 würde Hans-Josef Böing vom Dienst freigestellt.

Da der Rat im Rahmen des Stärkungspaktes entschieden hat, dass es in Haltern künftig nur noch einen Beigeordneten geben soll, müsste die Verwaltung also zwei Jahre ohne einen Wahlbeamten arbeiten. Wie unterschiedliche Quellen bestätigten, sollen Böings Aufgaben in dieser Zeit vom Bürgermeisterbüro wahrgenommen werden.

Kiski scheidet aus

In Bodo Klimpels Dezernat wechselt mit dem Ausscheiden des Beigeordneten Wolfgang Kiski, der am kommenden Donnerstag vom Rat in den Ruhestand verabschiedet wird, bereits der Fachbereich Technische Dienste inklusive einer vierköpfigen Wirtschafts- und Standortförderung. Der Bürgermeister ist außerdem Verwaltungsratsvorsitzender der Stadtsparkasse und Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke.

Im Falle einer Wiederwahl würde Hans-Josef Böing in der für das Amt des Ersten Beigeordneten höchsten Besoldungsgruppe B2 verbleiben. Die jährlichen Dienstbezüge belaufen sich auf 88800 Euro. Wird die Altersteilzeit bewilligt, würden diese auf 60400 Euro jährlich reduziert.

Kompetenzen

"Ich bitte den Rat, Herrn Böing als Ersten Beigeordneten wiederzuwählen. Er genießt mein volles Vertrauen", äußerte sich Bodo Klimpel im Vorfeld der Entscheidung. Dabei sprächen nicht nur die fachlichen Kompetenzen für die Wiederwahl von Böing, sondern auch finanzielle Überlegungen.

Wie zu hören war, hat die Verwaltung verschiedene Lösungen durchgerechnet. Danach wäre beispielsweise die Abwahl des Ersten Beigeordneten und die Ausschreibung der Stelle für die Stadt um einiges teurer als die Wiederwahl und Bewilligung der Altersteilzeit.

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