Beileidsbekundungen in diversen Sprachen

Video bei Youtube

Eine E-Mail von Lucas Wötzel aus Saline im amerikanischen Michigan erreichte unsere Redaktion. Der 17-Jährige kommt gebürtig aus Leipzig und verbringt zurzeit ein Austauschjahr in den USA. Er repräsentiert eine Gruppe von Austauschschülern, die sich zusammengetan haben, um auf eine besondere Art und Weise Mitgefühl auszudrücken.

HALTERN

, 04.04.2015, 14:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Beileidsbekundungen in diversen Sprachen

Rund 50 deutsche Austauschschüler haben den Hinterbliebenen der Absturzopfer ihr Beileid in einem Video ausgedrückt.

Mit rund 50 weiteren deutschen Austauschschülern in aller Welt hat er den Hinterbliebenen der Absturzopfer sein Beileid in einem Video ausgedrückt. Vor allem die Halterner möchten die Schüler damit erreichen.

Über 13.000 Mal wurde das Video bereits angesehen, seit es am 27. März veröffentlicht wurde. Trotz der unerwartet hohen Klickzahl befürchten die Jugendlichen, dass ihr Ausdruck des Mitgefühls noch nicht bei den Trauernden in der Seestadt angekommen ist. Das solle er aber, schließlich habe die Austauschschüler gerade das Schicksal der jungen Halterner bewegt, erzählte Lucas Wötzel im Gespräch mit unserer Zeitung.

Die Angehörigen stützen

„Das hätte uns alle treffen können. Uns, die wir gerade die beste Zeit unseres Lebens verbringen und noch so viel vorhaben“, beschrieb der Leipziger seine Gedanken. Als er von dem Unglück erfahren hat, habe er sofort etwas für die Hinterbliebenen tun wollen – genauso andere Austauschschüler, mit denen er online über das soziale Netzwerk Facebook vernetzt ist.

Natürlich wisse die Gruppe, dass sie den Trauernden ihr Leid nicht nehmen können. „Ein Kind zu verlieren, muss für einen Menschen das Schlimmste sein. Das können wir uns gar nicht vorstellen“, so der 17-Jährige. Aber man könne den Hinterbliebenen zeigen, dass man hinter ihnen stehe. Lucas Wötzel zitiert Shakespeare: „Das Herz kann viel Leiden überwinden, wenn sich zur Qual und Not Mitmenschen finden.“

"Geboren, um zu leben"

In diesem Sinne haben die Mädchen und Jungen überall auf der Welt kurze Beileidsbekundungen in der Sprache ihres Gastlandes auf Papier geschrieben. Sie haben sich mit den Blättern fotografiert. Die Fotos begleiten in ihrem Youtube-Video visuell das Lied „Geboren, um zu leben“ von Unheilig. Etwa 50 Jugendliche sind an der Erstellung des Videos beteiligt gewesen, drei von ihnen haben die Produktion übernommen, darunter Lucas Wötzel.

„Wir hoffen, dass unsere Anteilnahme den Menschen irgendwie hilft. Vielleicht gerade weil sie von Jugendlichen kommt“, sagt er.

 

 

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