Betreuungsfrage bleibt weiterhin ungeklärt

Flüchtlingsunterkunft in Sythen

Die Büros der Britischen Rheinarmee im Bereich Borkenberge werden zur Landes-Notunterkunft für Flüchtlinge. Für Dienstag (25. August) war die Ankunft von 130 Flüchtlingen geplant. Eigentlich. Doch ihre Ankunft wird sich wohl notgedrungen verzögern.

HALTERN

, 24.08.2015, 18:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Betreuungsfrage bleibt weiterhin ungeklärt

Wer soll sich um die Flüchtlinge kümmern? Kaum zu glauben, aber genau diese Frage war bis Montagabend noch nicht eindeutig geklärt. Weiterhin findet sich kein geeigneter Betreuungsverband. "Wir sind sehr bemüht um eine Lösung, aber haben bislang noch kein konkretes Ergebnis", zeigte sich ein Sprecher der Bezirksregierung Münster auf Anfrage unserer Redaktion nahezu verzweifelt. Man habe alle Hebel in Bewegung gesetzt, doch bislang leider ohne Erfolg. Das Problem: Organisationen wie Rotes Kreuz, Malteser oder European Homecare sind in der Region schon mehr als ausgelastet.

Betten aufgebaut

In den vergangenen Tagen arbeitete die Stadt mit Hochdruck daran, das Camp herzurichten. Am Montag waren Mitarbeiter laut Stadtsprecher Georg Bockey unter anderem damit beschäftigt, Betten aufzubauen. "Wir haben die mit der Bezirksregierung vereinbarten Arbeiten erledigt", so Bockey. Nun befinde sich die Verwaltung "im Wartemodus." Die Zuständigkeit der Stadt hört mit der Ankunft der Flüchtlinge auf. Ab dann muss sich das Land um Betreuung, Verpflegung, Registrierung, Gesundheitsuntersuchung und Sicherheit der Ankommenden kümmern.

Angespannte Situation

"Die Situation ist aktuell dermaßen angespannt, dass häufig sehr kurzfristig Lösungen gefunden werden müssen", erklärt Christoph Söbbeler von der Bezirksregierung Arnsberg, die die Unterbringung der Flüchtlinge in den Zentralen Unterbringungseinrichtungen des Landes organisiert. Am Dienstagvormittag werde man zu einer Lagebesprechung zusammenkommen. Danach will man mitteilen, wie es an der Landes-Notunterkunft in Haltern weitergeht.

Lesen Sie jetzt