Betrug an der Haustür – Stiftung Bethel warnt vor Trickbetrügern in Haltern

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Betrüger gehen im Namen der von Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel in Haltern von Tür zu Tür. Polizei-Pressesprecherin Ramona Hörst erklärt, wie man sich bei solchen Maschen verhält.

von Stefanie Rink

Haltern

, 02.10.2019, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Aktuell warnen die von Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel im Raum Haltern vor Haustürbetrügern, die den Ruf der Stiftungen ausnutzen. Zwei Vorfälle haben Bürger gemeldet, bei denen Personen Geld an der Haustür gesammelt beziehungsweise Waren zum Kauf angeboten haben.

Die gemeinnützige, in Bielefeld ansässige Stiftung hat sich in ihrem 150-jährigen Bestehen den Namen gemacht, Hilfsbedürftigen zur Seite zu stehen – unter anderem mit der Unterstützung von Spendengeldern. Die Stiftung weist ausdrücklich darauf hin, dass sie auf diese Weise nicht um Hilfe für ihre Arbeit wirbt.

Pressesprecherin Ramona Hörst vom Polizeipräsidium Recklinghausen berichtet, dass bisher noch keine konkreten Anzeigen für diese Vorfälle eingegangen seien. Doch immer wieder gebe es Versuche, bei denen kriminelle Betrüger an das Geld anderer kommen wollen.

„Reine Gehirnwäsche“

Ein Beispiel seien Personen, die sich als falsche Polizeibeamte ausgeben. Zuletzt im September in Haltern. Oftmals geschehe dies zunächst über telefonischen Kontakt, wobei „reine Gehirnwäsche“ betrieben wird. „Wir müssen ihre Wertgegenstände sichern,“ sei der finale Satz, nachdem Bewohnern Unsicherheit durch angeblich häufige Einbrüche in der Nachbarschaft vermittelt wurde.

Zu sichern sei das Hab und Gut, indem es in einen Umschlag gepackt, etwa an einem Ort versteckt oder abgeholt werden soll. „Die Polizei wird nie Wertgegenstände sicherstellen“, so die Polizeisprecherin. Unbescholtene Bürger haben solch einen Fall demnach nicht zu befürchten.

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Haben sich die Haustürbetrüger dennoch Zutritt verschaffen können, so solle nicht in die Konfrontation gegangen werden. Das bedeutet kein Festhalten oder Einsperren der Verdächtigen. Stattdessen sei stille Mithilfe gefragt: Nachdem die Polizei alarmiert, man auf sich aufmerksam gemacht und eventuell Nachbarn kontaktieren konnte, sei es vor allem wichtig, sich möglichst viel einzuprägen. „Das Gesicht, die Kleidung, etwas Prägnantes, das die Betrüger später identifizieren könnte“, rät Ramona Hörst.

Betrugsmaschen breiten sich wellenförmig aus

Des Weiteren sagt die Pressesprecherin, dass die Betrugsmaschen sich wellenförmig auf andere Städte ausbreiten: Sie arbeiten demnach eine Stadt nach der anderen ab. Hellhörig sollte man also auch werden, wenn Handwerker vor der Tür stehen, um die Wärmedämmung im Haus zu prüfen. Drei dieser Fälle wurden erst Dienstag in Gladbeck gemeldet, so die Polizeisprecherin.

Der Rat von Ramona Hörst ist stets: „110 anrufen“. Unbekannte sollten vor der Tür stehen gelassen werden, wenn man den Anruf tätigt. „Kollegen haben damit kein Problem, wenn sich die Bürger rückversichern“, sagt Ramona Hörst.

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