Bodo Janssen will Halterns Chefs besser machen

17. November

Das 18. Halterner Wirtschaftsgespräch ist für den 17. November (Freitag) im Hotel Seehof geplant. Zu Gast ist ein Hotelier, der auf außergewöhnliche Methoden in der Mitarbeiterführung setzt. Es geht um das Verhältnis von "Know-how", also "gewusst wie", zum "Know-why", also "gewusst warum".

HALTERN

, 29.09.2017 / Lesedauer: 2 min
Bodo Janssen will Halterns Chefs besser machen

Bodo Janssen hat sein Hotelunternehmen Upstalsboom ordentlich umgekrempelt.

Bis zum Jahr 2010 sei das Handeln vieler Führungskräfte der friesischen Hotel- und Ferienwohnungskette Upstalsboom von klassischer Betriebswirtschaftslehre geprägt gewesen, heißt es auf der Internetseite des Unternehmens. „Es wurde zu viel gemanagt (Zahlen, Daten, Fakten) und zu wenig geführt (Menschen)“, schreibt der Geschäftsführer Bodo Janssen. Die Ergebnisse einer Mitarbeiterbefragung hätten ihn sehr betroffen gemacht: „Die Erkenntnis, dass der Fisch am Kopf (also bei mir) anfing zu stinken, war sehr ernüchternd und schmerzhaft“, so Janssen.

Die Mitarbeiter fühlten sich schlecht geführt. Also krempelte er sein Unternehmen um und ging eineinhalb Jahre lang regelmäßig in ein Kloster. Es entstand ein Wandel zum Prinzip „Wertschöpfung durch Wertschätzung“. Es geht um das Verhältnis von „Know-how“, also „gewusst wie“, zum „Know-why“, dem „gewusst warum“.

Die Halterner Unternehmer Toddy Geldmann und Michael Buttgereit sind mit Janssen befreundet und haben ihn zum 25-jährigen Firmenjubiläum von Buttgereits „Guten Botschaftern“ gemeinsam mit der Initiative „Haltern aktiv“ und der Stadtagentur zum Wirtschaftsgespräch eingeladen. Begeistert reden sie über Janssens Führungsstil und Fragen wie „Was bedeutet Arbeit für mich?“ oder „Warum haben Sie eigentlich Ihr Unternehmen?“

„Ich bin mir ziemlich sicher, dass für die Besucher des Abends vieles sehr neu, aber auch sehr inspirierend ist“, sagt Michael Buttgereit. Immer mehr Unternehmen seien auf der Suche nach dem Sinn statt der Gewinnmaximierung. Hierarchien und enge Strukturen in einer Firma nennt er „Irrtümer“. Das Personal stehe für gewöhnlich auf der Kostenseite einer Firmenbilanz: „Das ist ein falsch verstandener Wert“, so Buttgereit.

„Das Wirtschaftsgespräch ist ein Treffpunkt für Handel, Handwerk, Mittelstand und freie Berufe und eine gute Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen“, so Joachim Heckmann, Vorsitzender von „Haltern aktiv“. Nach Bodo Janssens Vortrag wird ein Imbiss gereicht, Karten gibt es für 18 Euro bei der Stadtagentur im Alten Rathaus am Markt.

Verbunden mit dem Wirtschaftsgespräch wird am 22. November (Mittwoch) der Film „Die stille Revolution“ über Bodo Janssens Ideen im Filmpalast Lichtburg in Essen aufgeführt. Dazu gibt es ein Podiumsgespräch. Zu jeder gekauften Kinokarte (32 Euro) gibt es von den „Guten Botschaftern“ eine zweite Karte gratis dazu. Für diesen Bonus müssen Gäste ihre Karte fürs Wirtschaftsgespräch (18 Euro) bei der Halterner Stadtagentur im Alten Rathaus am Markt vorlegen.

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