Borkenberge sollen nationales Naturerbe werden

Truppenübungsplätze

Aufgrund seiner naturschutzfachlichen Bedeutung sollen Teile des Truppenübungsplatzes Haltern nationales Naturerbe werden. Deswegen wird sich der Haushaltsauschuss des Deutschen Bundestages demnächst mit diesem Thema befassen.

HALTERN

, 28.12.2014, 17:03 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Truppenübungsplätze sollen zum Teil nationales Naturerbe werden.

Die Truppenübungsplätze sollen zum Teil nationales Naturerbe werden.

Während der Nutzungsphase sind die britischen Streitkräfte für die Durchführung der erforderlichen Erkundungs- und Gefahrenabwehrmaßnahmen zuständig. Nach dem Übergang der Flächen in den Zuständigkeitsbereich der BImA ergreift diese Maßnahmen zur Risikobewertung, um den gesetzlichen Verpflichtungen zu entsprechen. Sollten danach weitere Gefahrenabwehrmaßnahmen erforderlich sein, stimmt die BImA diese mit den zuständigen Behörden ab. Konkrete Entscheidungen zum weiteren Umgang mit dem 3200 Hektar großen Areal könne die Bundesanstalt wegen der noch ausstehenden Prüfungen erst zu einem späteren Zeitpunkt treffen, so Kremzow.

Haltern, Lüdinghausen, Dülmen und Reken haben Flächen auf dem Truppenübungsgelände. Für die Politiker in Haltern ist klar, dass Natur hier den Vorrang haben muss. Über 2700 verschiedene Tier- und Pflanzenarten sind im Lebensraum Borkenberge wissenschaftlich dokumentiert und bekannt, darunter über 400 Rote-Liste-Arten. Spielraum für Projekte gibt es nur wenig. Aber es ist weder schon etwas geplant, noch ist in irgendeiner Form Massentourismus erwünscht. In Haltern wurde in der letzten Sitzung des Ausschusses Stadtentwicklung und Umwelt im September auf Anregung von Baudezernent Wolfgang Kiski beschlossen, eine Arbeitsgruppe aus Mitgliedern der Ratsfraktionen zu bilden. Diese soll in Begleitung von Kreis und Naturschutzfachleuten Konzepte für eine künftige Nutzung entwickeln. 

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