Brücke über Gecksbach spaltet Lager

Lippramsdorf An einer Brücke, die als solche kaum zu erkennen ist, scheiden sich die Geister.

04.07.2007, 18:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Überquerung des Gecksbaches an der Gecksbach-/Ecke Sandstraße in der Kusenhorst wird zurzeit von der Deutschen Steinkohle (DSK) erneuert. Laut Auskunft von Christof Beike, DSK-Pressestelle in Herne, war das Wasserrohr unter der Straßenbrücke wegen Bergschäden marode und müsse deshalb ersetzt werden.

Die Gesamtkosten für die Erneuerung, die Ende dieser Woche mit dem Aufbringen einer neuen Asphaltdecke abgeschlossen sein soll, betragen etwa 20 000 Euro. Ein Betrag, der für einige Anlieger Steuerverschwendung ist. Sie wendeten sich jetzt an Johannes Föcker (WGH), der diese «Geldvernichtung» publik machen soll.

Ihre Kritik: Der Gecksbach führe seit Jahrzehnten kein Wasser mehr. Man sollte die Brücke einfach zuschütten und sich diese teure Erneuerung sparen. Diese Meinung kann Johannes Kloth, Lippramsdorfer Vorsitzender des Wasser- und Bodenverbandes Hohe Mark, nicht teilen. «Der Gecksbach führt phasen- und stellenweise Wasser. Er ist ein öffentliches Gewässer und wird möglicherweise zukünftig im Rahmen des Hochwasserschutzes als Ableitung benötigt», betont Kloth. In den Sitzungen des Verbandes habe es in der Vergangenheit hitzige Diskussionen um die Gecksbachbrücke gegeben. Die einen Mitglieder befürworteten, das Bauwerk zu sanieren. Die anderen, die Brücke einfach zu zukippen. «Ich warne davor, die Brücke zu entfernen», so Kloth weiter.

Hochwasserschutz

Sollte die DSK demnächst den Gecksbach als Wasserabfluss benötigen, um Überschwemmungen zu verhindern, und die Brücke sei weg, werde es viel teurer als die aktuelle Sanierung des Bauwerks, meint der Vorsitzende des Wasser- und Bodenverbandes Hohe Mark.

Laut DSK-Pressesprecher Beinke solle der Bachlauf nebst Brücke für Notfälle aufrecht erhalten werden, um beispielsweise bei starken Regenfällen Oberflächenwasser abzuleiten. Bianca Glöckner

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