Camp war Betreibern des Silbersees bekannt

Im Unterholz

Im September stießen Spaziergänger auf ein rätselhaftes Camp am Silbersee II in Sythen. Teppiche lagen dort, es gab ein eingefallenes Dach aus Planen. Jetzt hat sich der Urheber dieses Lagers bei uns gemeldet und er sagt, der Sicherheitsdienst habe Bescheid gewusst. Das räumt auch die Betreibergesellschaft des Sees ein.

SYTHEN

11.10.2017, 16:43 Uhr / Lesedauer: 2 min
Camp war Betreibern des Silbersees bekannt

So sah das Camp zu Beginn des Sommers aus.

Volker Jandt aus Haltern hatte das Camp in den Sommermonaten errichtet, um dort Zeit zu verbringen und vor allem die herrlichen Sonnenuntergänge zu beobachten. Die in unserer Berichterstattung von Wolfgang Pöersch, dem im Auftrag der Betreibergesellschaft eingesetzten Ranger am Silbersee, getroffenen Aussagen, kann Jandt allerdings nicht nachvollziehen.

Er habe im Sommer auch unter freiem Himmel schlafen wollen. "In Absprache mit dem Sicherheitsdienst des Silbersees durfte ich das Camp als geduldet dort stehen lassen. Der Ranger hat in dem Bericht behauptet, es sei ihm noch nicht lange aufgefallen. Das kann nicht stimmen. Ich habe sogar ein überdimensional großes Namensschild am Eingang in Form eines riesigen Schriftzuges angebracht. Sollte der Ranger dieses Namensschild seit Anfang der Sommerferien nicht bemerkt haben, frage ich mich, wohin er bei seinen Besuchen des Silbersees geschaut hat. Ich habe fast jede Nacht in der Hängematte unter freiem Himmel verbracht und bin bei Regen unter das Dach meines Camps verschwunden. Am Tage habe ich Wanderungen in die Umgebung gemacht“, so Jandt.

Danach sei er zwölf Tage verhindert gewesen und in dieser Zeit hätten Vandalen das Camp zerstört, so Volker Jandt. Er habe das Camp danach komplett aufgeräumt, zwei Tage später sei es dann verschwunden gewesen. „Ich verweise noch einmal darauf, dass ich dort nicht illegal gehaust habe, sondern mit Genehmigung des Sicherheitsdienstes, nur für den Fall eines Regenschauers als Schutz eine Unterkunft mit Ruhemöglichkeiten für mich und eventuelle Besucher errichtet habe“, schreibt Volker Jandt.

Auf Anfrage unserer Redaktion räumte Dr. Eberhard Geisler, Geschäftsführer der Betreibergesellschaft des Silbersees ein, dass den Betreibern das Camp bereits seit dem Sommer bekannt war. „Mehrfach“, so Dr. Geisler, waren Mitarbeiter unseres Sicherheitsdienstes vor Ort, um den Camper darauf aufmerksam zu machen, dass Campen hier nicht erlaubt ist. Allerdings wurde er nie angetroffen.“ Auch er selbst sei mehrmals am See gewesen, habe aber ebenfalls niemanden im Camp getroffen, so Geisler. „Wir haben daraufhin einen Zettel hinterlassen mit der Aufforderung, das Gelände zu verlassen“, so Geisler. Nachdem auch dieser Aufforderung nicht nachgekommen worden sei, habe der Ranger die Räumung des Geländes veranlasst.

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