Chefärzte gaben Schwangeren Tipps

Glücksmomente 2010

DORSTEN „Baby-Alarm“ hieß es am Dienstagabend. Dr. Peter Tönnies sowie Dr. Hans-Christian Kolberg gaben in der Petrinum-Aula werdenden Eltern und auch Großeltern Antworten auf dringende Fragen.

von Von Hakan Keser

, 24.03.2010, 18:34 Uhr / Lesedauer: 2 min
Dr. Hans-Christian Kolberg vom Marienhospital Bottrop, Verlagsleiter Christoph Winck und Dr. Peter Toennies vom Elisabeth-Krankenhaus Dorsten (v.r.) berieten auf Initiative der Dorstener Zeitung werdende und junge Mütter in der Petrinum-Aula.

Dr. Hans-Christian Kolberg vom Marienhospital Bottrop, Verlagsleiter Christoph Winck und Dr. Peter Toennies vom Elisabeth-Krankenhaus Dorsten (v.r.) berieten auf Initiative der Dorstener Zeitung werdende und junge Mütter in der Petrinum-Aula.

„Es ist konsequent, dass Frauen auch bei der Geburt Herr über ihren Körper sind“, so Dr. Kolberg, der damit eine grundsätzliche Aussage zum Thema „Spontangeburt oder Kaiserschnitt?“ machte. Beide Mediziner erläuterten, dass die Patientenautonomie in den letzten zehn Jahren eine Wandlung durchlaufen habe. Sei es die Angst der Frauen vor den Schmerzen unter der Geburt, die als weiche medizinische Indikation für einen Kaiserschnitt ausreiche, oder das Verlangen nach einer Periduralanästhesie (PDA). Die Entscheidung darüber, wie Frauen ihre Kinder kriegen, hätten nunmehr die werdenden Mütter. Der Kaiserschnitt ist nach Ansicht der beiden Ärzte die Option, wenn eine Gefährdung von Mutter und Kind durch eine Spontangeburt vorliegt. „Der Kaiserschnitt war eine furchtbare Erfahrung“, fasste eine Mutter ihr Geburtserlebnis zusammen. Bei der Frage, wann der richtige Zeitpunkt für einen Kaiserschnitt ist, erläuterten die Mediziner, dass es der ausschlaggebende Punkt die Lungenreife sei, in der Regel 14 Tage vor dem errechneten Geburtstermin.

So sehr die Meinungen, die in Bezug auf Schwangerschaft und Geburt durch das subjektive Empfinden geprägt sind, auseinander gehen, so einig waren sich die beiden Mediziner über ihren Beruf: Es sei das schönste Fach der Medizin. Das Zur-Welt-Bringen von Kindern sei für beide immer noch ein Glücksmoment, der sich in all den Jahren ihrer Tätigkeit nicht abgenutzt hätte. „Es ist immer wieder ein tolles Erlebnis“, so Dr. Peter Tönnies, der übrigens selber fünffacher Vater ist.

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