Coronafall in der Kita Lavesum: Drei Gruppen gehen in Quarantäne

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Eine Erzieherin in der Lavesumer Kita hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Zum Glück traute sie einem ersten negativen Testergebnis nicht.

Lavesum

, 17.11.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Coronavirus legt nun auch einen Teil der katholischen Kita St. Antonius Lavesum lahm. Weil eine Erzieherin positiv getestet wurde, wurden am Montag (16. November) in Absprache mit dem Gesundheitsamt des Kreises Recklinghausen drei Gruppen in häusliche Quarantäne geschickt.

Sollte sich das Virus nicht weiter ausbreiten, wird die Isolationsphase allerdings nur bis einschließlich Mittwoch (18. November) bestehen. Wie die Halterner Zeitung in Erfahrung brachte, ist die verordnete Teilschließung für kurze Zeit auf den bedachten und vorsichtigen Umgang der Erzieherin mit der Infektion zurückzuführen.

Erste leichte Symptome verspürt

Diese hatte nämlich am 6./7. November (Freitag/Samstag) erste leichte Symptome einer Corona-Erkrankung verspürt, dazu gehörte der Verlust von Geruchs- und Geschmackssinn. Ein Corona-Test bei der Hausärztin am Montag (9. November) ergab jedoch erst einmal ein negatives Ergebnis.

Weil sie weiterhin unter diffusen Symptomen litt, die einer Infektion mit dem Coronavirus zugeschrieben werden, hielt sich die Erzieherin von der Kita Lavesum fern und ließ am 13. November (Freitag) einen zweiten Test durchführen. Dessen Ergebnis fiel dann am Samstag (14. November) positiv aus.

Einige Eltern reagierten am Montagmorgen (16. November) verunsichert, als sie ihre Kinder aus der Einrichtung abholen mussten und von der kurzen Quarantänezeit erfuhren. Diese wurde aber wie üblich auf 14 Tage, zwei Tage vor Symptombeginn, festgelegt.

Eine Gruppe darf weiter in der Kita bleiben

„Für die Betreuung der anderen Gruppe gibt es Stand Montag (16. November) aus Sicht des Kreisgesundheitsamtes keine Veranlassung, diese unter häusliche Quarantäne zu stellen“, teilte die Verbundleiterin der katholischen Kindergärten St. Sixtus, Cordula Borgsmüller, mit.

In der Kita St. Maria Magdalena Flaesheim, wo sich ein Kind mit dem Coronavirus infizierte, wurden unterdessen am Montag (16. November) alle Kontaktpersonen getestet. Das teilte eine Sprecherin des Kreises auf Anfrage mit. Wann das Ergebnis vorliegen werde, stehe noch nicht fest. Weil die Labore zur Zeit überlastet sind, werde es mindestens zwei Tage, wenn nicht mehr, dauern, bis mit der Auswertung zu rechnen ist.

Der Kreis hatte für neun Kinder der Kitagruppe, die von dem erkrankten Kind besucht wurde, sowie für zwei Mitarbeiter des Betreuungspersonals mittels Ordnungsverfügung Quarantäne angeordnet. Für vier weitere Kinder, die in verwandtschaftlichem Verhältnis zu den Kindern der betroffenen Kita-Gruppe stehen, empfahl der Kreis ebenfalls eine Quarantänezeit.

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