Coronakrise: Private Veranstaltungen ab sofort verboten - strenge Auflagen für Restaurants

Erlass

Laut einer Verfügung des Bürgermeisters sind ab sofort auch private Feiern in Haltern untersagt. Restaurants dürfen nur unter Auflagen öffnen. Und es gibt noch mehr Einschränkungen.

Haltern

, 16.03.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das Rathaus am Galen-Park.

Das Rathaus am Galen-Park. © Jürgen Wolter

Im gesamten Gebiet der Stadt Haltern am See sind alle öffentlichen und privaten Veranstaltungen, sowohl in geschlossenen Räumen als auch draußen, mit sofortiger Wirkung untersagt. Das geht aus einer Allgemeinverfügung des Bürgermeisters hervor, die am Montagnachmittag veröffentlicht wurde. Sie setzt den Erlass des Landesgesundheitsministeriums zum Schutz vor Ansteckung mit dem Coronavirus um.

Reiserückkehrern aus Risikogebieten ist für einen Zeitraum von 14 Tagen nach ihrer Rückkehr untersagt, Kitas, Schulen, Heime und Krankenhäuser zu betreten. Neben den bereits bekannt gewordenen Schließungen müssen jetzt auch Bars, Clubs, Diskotheken, Theater und Museen, Fitnessstudios, Rehasporteinrichtungen, Schwimmbäder und Saunen auf Geheiß des Bürgermeisters schließen. Verboten sind ab sofort ebenso Zusammenkünfte in Spielhallen, Spielbanken und Wettbüros.

Strenge Auflagen für Restaurants und Gaststätten

Nur unter folgenden Auflagen dürfen Restaurants, Gaststätten und Hotels für die Bewirtung von Übernachtungsgästen geöffnet bleiben:

  • Name, Adresse, Telefonnummer/Handynummer und E-Mail-Adresse der Besucher müssen erfasst und bereitgehalten werden. Das zuständige Gesundheitsamt ist zu ermitteln. Die erfassten Kontaktdaten der Besucher sind bis vier Wochen nach Ende der Veranstaltung aufzubewahren und auf Verlangen der jeweils zuständigen Gesundheitsbehörde herauszugeben.

Jetzt lesen

Weiterhin müssen vor allem folgende Maßnahmen entsprechend den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts durch den Veranstalter getroffen werden, um das Risiko einer Übertragung zu verringern:

  • Mindestabstände zwischen den Tischen müssen mindestens 2 Meter betragen.
  • Eine dem Infektionsrisiko angemessene Belüftung des Veranstaltungsortes muss sichergestellt werden.
  • Aktive Information der Besucher und Besucherinnen über allgemeine Maßnahmen des Infektionsschutzes wie Handhygiene, Abstand halten oder Husten- und Schnupfhygiene
  • Besucherzahl begrenzen bzw. reduzieren
  • Ausschluss von Personen mit akuten respiratorischen Symptomen
  • Auf enge Interaktion der Besucher verzichten.

Die Allgemeinverfügung gilt unbefristet.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt