Coronavirus: Senioren freuen sich über Post von Halterner Schülern

Corona-Krise

Die Regenbogen-Aktion der Schüler und Lehrer in Haltern zieht Kreise. Schüler der Silverbergschule haben Bilder und Briefe in das St.-Anna-Heim geschickt - zur Freude der Bewohner.

Haltern

, 10.04.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das Altenwohnheim St. Anna aus der Luftperspektive.

Das Altenwohnheim St. Anna aus der Luftperspektive. © www.blossey.eu

Weil es ihnen langweilig war und das viele Stubenhocken in der Corona-Krise langsam ermüdend wurde, hatten viele Schülerinnen und Schüler in Haltern Regenbogen-Bilder gemalt, um sich gegenseitig Mut zu machen. Sie hängten die Bilder in die Fenster, um zu zeigen: „Wir bleiben zu Hause.“ Die Halterner Zeitung hatte bereits über die Aktion der Klasse 3a der Silverbergschule berichtet, andere Schulen folgten. Auch viele Lehrer machten mit und sandten ihren Schülern aufmunternde Grüße per Selfie mit Regenbogen-Bild.

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Einige Schüler der 3a haben außerdem Briefe und Bilder in das St.-Anna-Heim in Haltern geschickt. Katharina Schlüter (91) hat sich über die Grüße der Grundschüler gefreut. Sie ist seit zwei Jahren Bewohnerin des Altenwohnheims. „Sie haben ganz nett geschrieben“, sagt die Halternerin. „Ob es uns gut ginge, weil wir jetzt doch bestimmt viel Langeweile hätten“, hätten einige gefragt, so Katharina Schlüter. Sie ist erstaunt, dass die Kinder „überhaupt an uns alte Leute denken“.

Urenkelin ist traurig

Ihre eigene Familie, zwei Kinder, sechs Enkel und zwei Urenkel, kann sie wegen Corona im Moment nicht sehen - lediglich über Fotos auf einem digitalen Bilderrahmen. „Ostern wird diesmal ganz anders“, sagt Katharina Schlüter. Sie könne aber noch gut laufen und halte sich mit Spaziergängen, lesen und Handarbeiten bei Laune. Schwerer sei es für die vierjährige Urenkelin: „Sie versteht nicht, dass ich nicht bei ihr sein kann, wo ich sonst doch immer gekommen bin.“

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