Kamine Brüninghoff

„Dafür brenne ich“ – Kamine sind die Leidenschaft von Hubert Brüninghoff

Hubert Brüninghoff hat sein Kaminstudio in Hullern geschlossen. Aber so ganz kann er’s nicht lassen. Er nimmt weiterhin Aufträge entgegen - weil er seinen Beruf liebt.

Sein Kaminstudio an der Hauptstraße in Hullern ist seit dem 30. Juni dieses Jahres geschlossen: Hubert Brüninghoff hat sich entschlossen, kürzer zu treten. „Wenn man ein Landelokal hat, muss man ständig präsent sein“, sagt der 69-Jährige. „Das wollte ich nicht mehr, aber ich mache trotzdem noch weiter und bin für meine Kunden da.“

Das neue Büro wurde jetzt in seinem Wohnhaus an der Schmiedestraße eingerichtet. Hier gibt es auch noch ein Kaminlager. „Eine Ausstellung haben wir aber nicht mehr“, sagt Hubert Brüninghoff, der seit über 30 Jahren in der Branche tätig ist und immer von seiner Frau Annette tatkräftig unterstützt wurde.

Alle Bereiche des Kaminbaus kennengelernt

Mit Brennstoffen hat er sich Zeit seines Lebens beruflich beschäftigt. „Das hat mich schon immer fasziniert“, sagt er. Seine Ausbildung begann er 1966 beim Kohlen- und Heizölfachhandel Meyer in Recklinghausen. Danach wechselte er zur Hochtief AG nach Essen in die Baubranche. Nach Grundwehrdienst und einer weiteren beruflichen Station in Recklinghausen wechselte er 1979 zur Firma Kaminbau Stegemann nach Nottuln. „Dort habe ich alle Bereiche des Kaminbaus kennen gelernt“, sagt er. Und dieser Bereich wurde seine berufliche Leidenschaft. „Dafür brenne ich bis heute“, so Hubert Brüninghoff.

Der Kontakt zu seinen Kunden, die Gespräche, das machte für ihn immer einen wichtigen Teil seiner Arbeit aus. „Das hat mir immer Spaß gemacht“, sagt er. „Und das möchte ich auch noch nicht missen.“

Auch wenn er es aus Altersgründen ruhiger angehen lassen möchte, nimmt Hubert Brüninghoff weiter Aufträge an und berät seine Kunden. Zwei Mitarbeiter sind weiterhin für den Kaminaufbau bzw. auch Wartung und Reparaturen da.

Erstes Geschäft in Recklinghausen

Die Familie von Hubert Brüninghoff stammt aus Recklinghausen Speckhorn, dort lässt sich ihre Geschichte bis ins 13. Jahrhundert zurückverfolgen. 1989 hatte er sich mit seinem ersten Geschäft in Recklinghausen selbstständig gemacht. Zehn Jahre später zog er nach Hullern an die Ringstraße, 2015 eröffnete er sein letztes Geschäft an der Hauptstraße.

Langsam findet Hubert Brüninghoff wieder mehr Zeit, sich um seine Hobbys zu kümmern. „Das ist zwar noch nicht viel Zeit, aber es wird allmählich mehr“, sagt Ehefrau Annette. Gern sind die beiden mit dem Fahrrad unterwegs, Hubert Brüninghoff ist außerdem Mitglied in einem Doppelkopfclub aus Recklinghausen. Nicht zu vergessen den Heimat- und Schützenverein Hullern, bei dem er zu den “Rosenkavalieren“ gehört. Wenn dann noch Mußestunden bleiben, greift er gern zu historischen Romanen. Aber davon gibt es nicht so viele, solange der Kaminbau weiterhin seine Leidenschaft bleibt.

Über den Autor
Redaktion Haltern
Studium der Germanistik, Publizistik und Philosophie an der Ruhr Universität Bochum. Freie Autorentätigkeit für Buchverlage. Freier Journalist im nördlichen Ruhrgebiet für mehrere Zeitungshäuser. „Menschen und ihre Geschichten faszinieren mich nach wie vor. Sie aufzuschreiben und öffentlich zugänglich zu machen, ist und bleibt meine Leidenschaft.“
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Jürgen Wolter