Darum berichten wir über die Ermittlungen gegen Christoph Metzelder

In eigener Sache

Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft gegen Christoph Metzelder haben für Aufruhr gesorgt. Auch unsere Redaktion berichtet über den Anfangsverdacht. Wir erklären, warum wir das tun.

Haltern

, 05.09.2019, 16:18 Uhr / Lesedauer: 1 min
Darum berichten wir über die Ermittlungen gegen Christoph Metzelder

Unsere Zeitung berichtete am Mittwoch über die Ermittlungen gegen Christoph Metzelder. © Benjamin Glöckner

Die von der Bild-Zeitung öffentlich gemachten Ermittlungen gegen Christoph Metzelder lösen einen Schock bei vielen Menschen aus. Kein Wunder.

Der 38-Jährige gilt als absolutes Vorbild. Er ist unter anderem Träger des Verdienstordens des Landes Nordrhein-Westfalen und des Bundesverdienstkreuzes. Er gilt als absoluter Sportsmann.

„Nieeeeemals hat er das gemacht...“

Viele Halterner zeigen vor allem bei Facebook, dass sie hinter Christoph Metzelder stehen: „Nieeeeemals hat er das gemacht... Nieeeemals“, schreibt ein User. Oder: „Abwarten. Intrige…“ Andere differenzieren: „Warum sollte man solche Fotos über WhatsApp senden? Ich kann es nicht glauben, auch wenn man jedem nur vor den Kopf schauen kann.“

Auch unsere Redaktion, die regelmäßig mit Christoph Metzelder Kontakt hat, wurde von den Ermittlungen überrascht. Die Halterner Zeitung darf und will Christoph Metzelder aber auf keinen Fall vorverurteilen.

Über die Sachlage berichten

Doch unsere journalistische Pflicht ist es, über die Sachlage zu berichten und die Menschen zu informieren. Dabei versuchen wir, alle Betroffenen zu Wort kommen zu lassen und die Nachrichten sachlich und mit der notwendigen Neutralität aufzuschreiben.

Dass dies im Falle von Christoph Metzelder in unseren Medien vielseitig geschieht, liegt auch daran, dass er sich in so vielen Bereichen beruflich und ehrenamtlich engagiert. Dieses breite Spektrum zieht vielerorts Reaktionen nach sich. Diese Entwicklungen müssen wir abbilden.

Wir möchten unsere Arbeit keineswegs als Vorverurteilung verstanden wissen. Denn die Wahrheit herauszufinden, ist alleine die Aufgabe von Staatsanwälten und Richtern.

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