Das ist der aktuelle Stand der Baustelle am Bahnhof

Schutt wird untersucht

Das war ein großes Versprechen am 27. September 2016. Der damalige NRW-Bauminister Michael Groschek verkündete nach dem Spatenstich auf der Halterner Bahnhofsbaustelle: „Jetzt wird der Spaten keine Ruhe mehr finden.“ Doch viel Bewegung ist am Ikenkamp nicht zu beobachten.

HALTERN

, 12.07.2017, 15:21 Uhr / Lesedauer: 2 min
Das ist der aktuelle Stand der Baustelle am Bahnhof

Südlich des Halterner Bahnhofs sollen Parkplätze entstehen.

Dennoch antwortet ein Bahnsprecher auf unsere Nachfrage kurz und knapp: „Wir sind mit den Arbeiten im Plan.“ Es seien nach dem Abbruch des früheren Früchtemarktes an der Recklinghäuser Straße/Ikenkamp noch Untersuchungen des Bauschutts durchgeführt worden. „Wir mussten Sicherheit über eventuelle Schadstoffbelastungen erhalten“, so der Bahnsprecher. Der Bauschutt werde in den nächsten Wochen in Abstimmung mit der Umweltbehörde des Kreises fach- und umweltgerecht entsorgt.

Kommunalpolitiker wunderten sich über den Stillstand am Bahnhof und hatten deshalb auch in der Sitzung Stadtentwicklung / Umwelt schon nachgefragt. Baudezernentin Anette Brachthäuser erklärte, nach Abbruch des Früchtemarktes seien weitere Untersuchungen in Bereichen, die vorher nicht zugänglich gewesen seien, notwendig geworden. Ab Sommer gehe es, so hatte die Bahn ihr mitgeteilt, am Bahnhof weiter.

Seit 20 Jahren wartet Haltern auf die Modernisierung des Bahnhofs. Versprochen ist ein schöner münsterländischer Bahnhof als Teil eines attraktiven öffentlichen Nahverkehrsnetzes in Nordrhein-Westfalen. Dafür gibt die Bahn mit Unterstützung des Landes rund zehn Millionen Euro aus.

Die ersten Arbeiten konzentrieren sich auf den Bau eines 60 Meter langen Tunnels vom künftigen Parkplatz zu den Gleisen. Dann wird der Park-and-Ride-Parkplatz am Ikenkamp mit 382 Stellplätzen angelegt. Das alles soll bis 2019 geschehen, anschließend wird der Mittelbahnsteig aufwendig modernisiert und vor allem barrierefrei gestaltet.

Im Zuge der Arbeiten fordert die Politik seit Jahren ein Verkehrskonzept für die Recklinghäuser Straße. Dazu gehört wegen der hohen Verkehrsbelastung nach wie vor die Forderung nach einem Kreisverkehr an der Glashütte. Eine Auslastung des Parkplatzes sei nur dann zu erreichen, sagen beispielsweise die Grünen, wenn die Pendler diesen auch problemlos anfahren und verlassen können.

Die Verwaltung wird ein Gutachten in Auftrag geben. „Wir stimmen das Leistungsverzeichnis eng mit Straßen NRW ab“, kündigte Anette Brachthäuser an. Der Landesbetrieb nahm bislang bezüglich des Kreisverkehrs an der Glashütte eine Blockadehaltung ein. Anette Brachthäuser hofft aber, im Miteinander letztlich eine gute Gesamtlösung für die Recklinghäuser Straße erarbeiten zu können.

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