Das ist der „Ranger“ vom Silbersee

Regelmäßig auf Kontrollfahrt

"Ich bin ein Fan dieses Geländes", sagt Wolfgang Pöersch. Seit fünf Jahren führt der Ruheständler im Auftrag der Betreibergesellschaft regelmäßige Kontrollfahrten am Silbersee II durch. Er kennt hier jeden Winkel und jede Schwachstelle - und er genießt jeden seiner Besuche auf dem weitläufigen Areal. Wir haben ihn bei einer seiner Kontrollfahren begleitet.

SYTHEN

, 15.08.2016, 16:44 Uhr / Lesedauer: 2 min
Das ist der „Ranger“ vom Silbersee

Der Silbersee ist sein Revier: Wolfgang Pöersch kontrolliert im Auftrag der Betreibergesellschaft.

Vor fünf Jahren war Wolfgang Pöersch vom Regionalverband Ruhr (RVR), dem größten Partner in der Betreibergesellschaft, angesprochen worden, ob er Interesse hätte, sich um das Gelände zu kümmern. "Ich habe mir das mal angesehen und dann zugesagt", erinnert er sich. Der heute 69-Jährige hat beruflich im Bereich Informationstechnik gearbeitet. Der Job beim RVR führte ihn in einen ganz anderen Arbeitsbereich.

Seine Runde beginnt Wolfgang Pöersch immer am Restaurant Treibsand und den Gebäuden der DLRG. "Die kontrolliere ich auf mögliche Beschädigungen", sagt er.

Zaundiebe

Weiter geht es über die Parkplätze: Wolfgang Pöersch stellt fest, dass die Sträucher und Bäume vom benachbarten Quarz-Sandsteinwerk durch den Begrenzungszaun wuchern. "Da muss ich Bescheid geben, dass die das wieder kürzen", sagt er. Am Seegelände fehlt ein Element des grünen Gartenzauns, der den Bereich umgibt. Es ist fein säuberlich abgetrennt worden.

Eindringlinge? "Nein", sagt Wolfgang Pöersch, "Gartenbesitzer: Die haben den gleichen Zaun zuhause und bauen sich mal eben so ein Element bei Nacht und Nebel einfach aus. Ist ja schließlich billiger".

Schadensmeldung

Auch diesen Schaden meldet Pöersch. Er überwacht außerdem, wenn Reparaturarbeiten ausgeführt werden, ob alle abgerechneten Gewerke auch tatsächlich ausgeführt wurden. "Auch da wurde schon geschummelt", sagt er.

Das Müllproblem sei nicht mehr so schlimm wie früher, trotzdem sehe es natürlich nach heißen Sommertagen mit mehreren tausend Besuchern oft nicht gut aus am See.

"Die Toilettenkräfte, die hier tätig sind, sorgen aber für Abhilfe oder melden uns größere Müllprobleme", sagt Wolfgang Pöersch.

Grandioser Ausblick

Der letzte Teil seiner Kontrollfahrt führt ihn hinauf zum FKK-Strandbereich. Hier genießt er den grandiosen Ausblick über den Silbersee. "Das Gelände fasziniert mich immer wieder", sagt er. Vor allem wenn es ruhig ist am See, genießt er die Natur und die Stille.

Zwei bei drei Mal in der Woche fährt Wolfgang Pöersch seine Runde am See, die jeweils rund 45 Minuten dauert. Dafür reist er jedes Mal aus seinem Wohnort Duisburg an. Anschließend setzt er sich manchmal in seinen Stuhl und genießt die Aussicht. 24 Stunden ist er für den See in Bereitschaft, falls es mal Probleme gibt. Dafür entschädigt ihn der Silbersee aber immer wieder: "Das ist eigentlich wie Urlaub hier", sagt Wolfgang Pöersch.

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