Das Leitungsteam der KFD Lavesum hat seinen endgültigen Rücktritt angekündigt

KFD Lavesum

Es finden sich keine Nachfolgerinnen für das KFD Team von St. Antonius Lavesum. Wie es nach der Jahreshauptversammlung weitergeht, ist zurzeit völlig offen.

Haltern

, 10.04.2019 / Lesedauer: 3 min
Das Leitungsteam der KFD Lavesum hat seinen endgültigen Rücktritt angekündigt

Das Team der KFD St. Antonius Lavesum hört in diesem Jahr definitiv auf (v.l.): Annette Brockstedt, Hildegard Altrogge und Maria Stockhofe. © Jürgen Wolter

„Es tut weh“, sagt Hildegard Altrogge. Seit über 20 Jahren gehört sie zusammen mit Annette Brockstedt zum Leitungsteam der KFD St. Antonius in Lavesum. Vor 13 Jahren kam Maria Stockhofe als Kassiererin dazu. Bei der Jahreshauptversammlung am Donnerstag treten alle drei nicht mehr zur Wahl an. „Der Entschluss ist endgültig“, sagen sie.

Immer wieder hatte das Team in den letzten Jahren versucht, Nachfolgerinnen in die Arbeit einzubinden. Aber es fanden sich keine Frauen, die sich längerfristig an das Amt binden lassen wollten.

„Wir hören immer, ihr macht das so gut, macht doch einfach weiter“, sagt Annette Brockstedt. „Das klingt zwar sehr schön, aber unser Entschluss steht jetzt fest: Wir hören definitiv auf.“

Die KFD ist kein Seniorenclub

Ein Problem ist die Altersstruktur der KFD: „Frauen im Alter zwischen 40 und 50 sagen, sie fühlten sich zu jung für die KFD“, sagt Hildegard Altrogge. „Aber wir sind kein Seniorenclub. Als ich in die KFD eingetreten bin, war ich Mitte 20.“Die Altersstruktur hat sich in der Tat verschoben. Das Spektrum reicht heute von 51 bis über 90. Würden mehrere jüngere Frauen eintreten, könnten sie andererseits auch die Aktivitäten verändern. Aber auch die Aufgaben in Familie und Beruf sind heute andere.

Mit der Altersstruktur hat sich in den vergangenen Jahren auch das Programm verändert. „Das mussten wir anpassen, unsere Tagesausflüge haben wir zum Beispiel auf Halbtagesausflüge reduziert, weil das die Älteren besser mitmachen können“, so Hildegard Altrogge.

„Eigentlich sollten Frauen nach den Statuten der KFD nur bis zu maximal zwölf Jahre im Leitungsteam mitarbeiten“, ergänzt Maria Stockhofe. „Das überschreiten wir inzwischen alle.“

Jetzt steht ihr Entschluss fest, nicht wieder zur Wahl anzutreten. Was das für die Arbeit der KFD in Lavesum bedeutet, ist noch offen. Bei der Jahreshauptversammlung am Donnerstag (11. April) ist auch eine KFD-Referentin des Verbandes aus Münster anwesend.

Wenn sich kein neues Leitungsteam findet, laufen die Aktivitäten noch wie geplant bis Jahresende weiter. „Ob dann eine Fusion denkbar ist oder einzelne Aktivitäten weitergeführt werden, muss man sehen“, sagt Hildegard Altrogge. „Es müsste dann noch einmal eine außerordentliche Mitgliederversammlung einberufen werden, die über die Zukunft entscheidet.“ Maria Stockhofe würde die Kasse für die zurzeit 96 Mitglieder noch bis zum Jahresende weiterführen.

Die KFD St. Antonius Lavesum besteht seit 1926

Eine lange Tradition würde zu Ende gehen, sollte die KFD nicht weiter bestehen. Gegründet wurde sie in Lavesum bereits 1926. Der Gemeindeausschuss würde in der Gottesdienstgestaltung eventuell einige Aufgaben der KFD übernehmen und das gemeinsame Frühstück fortsetzten. Noch hoffen die Frauen, dass sich auch für die KFD ein neues Leitungsteam findet. „Wenn sich ein großes Team bildet, braucht ja jede Frau auch nur wenige Aufgaben zu übernehmen“, sagt Hildegard Altrogge. Für Anfragen steht sie telefonisch unter 12474 zur Verfügung.

Die Jahreshauptversammlung findet nach einem Gottesdienst, der gegen 15 Uhr beginnt, im Antoniushaus statt.

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