Das machten die Einbrecher mit ihren erbeuteten Jagdwaffen

rnTresor gestohlen

Einbrecher hatten zwischen dem 21. und 22. August einen Tresor mit Jagdwaffen aus einem Haus in Haltern-Lippramsdorf geschleppt. Ihre Beute erschien ihnen dann aber wohl doch zu heiß.

Haltern

, 26.08.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Es geschah unbemerkt mitten im Dorf: In der Zeit zwischen Dienstag 11 Uhr und Mittwoch 10 Uhr brachen Unbekannte in ein Wohnhaus ein, um sich in aller Ruhe nach verwertbarem Diebesgut umzusehen. Das konnten sie ungestört tun, weil die Bewohner im Urlaub weilten. Mit einer schwergewichtigen Beute zogen sie am Ende ab: Einem Tresor, gefüllt mit zehn Jagdwaffen und einem Degen des Lippramsdorfer Schützenvereins.

Wertlos durch Registrierung

Diesen Tresor nahmen sie bis zu einer Kleingartenanlage in Marl mit, brachen ihn auf und stellten fest, dass die Beute für sie wertlos war. Denn Jagdwaffen sind grundsätzlich registriert und mit allen Daten in einer Waffenbesitzkarte eingetragen.

Die Polizei sprach von einer „Last“, denn kein Jäger kauft gestohlene Waffen und selbst auf dem Schwarzmarkt werde man sie nicht los. Den Tätern war die Ware tatsächlich zu heiß, sie ließen den Tresor samt Jagdwaffen in einem Graben der Kleingartenanlage zurück.

Aufmerksamer Passant

Ein Passant bemerkte ihn am Freitag auf seinem Spaziergang und meldete den außergewöhnlichen Fund bei der Polizei. Der Tresor konnte eindeutig dem Einbruch in Lippramsdorf zugeordnet werden.

Die Einbrecher hatten ihn, der in der Wand verankert war, mit roher Gewalt aus dem Haus geschafft - ohne Rücksicht auf Beschädigungen. Als Hilfsmittel diente ihnen eine Sackkarre.

Ermittlungen dauern an

Die Familie ist inzwischen aus dem Urlaub zurückgekehrt. Zurzeit wird geprüft, was im Einzelnen sonst noch aus dem Haus gestohlen wurde. Die Ermittlungen der Kripo dauern an.

Wer möglicherweise Hinweise zu dem Einbruch in Lippramsdorf geben kann, wird gebeten, sich beim Fachkommissariat unter Tel. (0800)2361111 zu melden.

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