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Das passiert mit dem Sand aus Haltern

Besuch im Glaswerk

Täglich treffen 50 LKW-Ladungen Sand aus Haltern am See bei der Pilkington Deutschland AG in Gladbeck ein. Dort wartet ein "heißer Tanz" auf den Sand: In der Floatglasanlage wird er auf 1600 Grad erhitzt. Wir hatten die Gelegenheit, das Werk zusammen mit einer Gruppe von Innungsmeistern der Glaserinnung zu besichtigen.

HALTERN/GLADBECK

, 09.07.2015 / Lesedauer: 2 min

Hermann und Elisabeth Fimpeler aus Haltern hatten ihre Kollegen, die mit Ehepartnern unter anderem aus Schleswig Holstein, Brandenburg und Nordrhein-Westfalen angereist waren, zu einem umfangreichen zweitägigen Besuchsprogramm eingeladen.

Die Pilkington AG in Gladbeck gehört heute zur NSG Group. In Gladbeck verlassen täglich insgesamt 1300 Tonnen Flachglas die Floatglasanlage: Als Rohmaterial dient Quarzsand, der in diesem Betrieb ausschließlich aus Haltern stammt. 1200 Tonnen des Halterner Sandes werden täglich verarbeitet. Er wird ausschließlich per LKW von Haltern nach Gladbeck transportiert.

Mischung enthält 60 Prozent Sand

Anwendungstechniker Dr. Christian Eibl und Key Account Manager Olaf Focke erläuterten den fachkundigen Gästen das Produktionsverfahren. Der Sand (er macht 60 Prozent der Mischung aus) wird mit Kalk, Dolomit, Soda und Sulfat gemischt und in der Schmelzwanne auf 1600 Grad erhitzt, bis eine homogene Glasmasse entsteht.

Diese fließt anschließend auf ein Zinnbad und breitet sich darauf aus. Sie erreicht eine völlig ebene Oberfläche. Mit diesem Verfahren können Gläser in einer Dicke von 1 bis 19 Millimetern hergestellt werden. Anschließend sind unterschiedliche Beschichtungen möglich, außerdem werden auch Verbundgläser unter Verwendung von Kunststofffolien hergestellt. In der Architektur und in der Autoindustrie finden die Gläser, die letztlich aus dem Halterner Sand entstehen, ihre hauptsächliche Verwendung.

Lokales Programm

Die Besuchergruppe reiste nach der Werksführung weiter nach Haltern, wo sie im Hotel Seehof abstieg. Hier hatten ihre Gastgeber für den nächsten Tag unter anderem einen Besuch im Römermuseum und eine Stadtführung mit Kiepenkerl Paul Schrör vorgesehen. Den Abschluss der Visite in der Seestadt bildete eine Rundfahrt mit dem Fahrgastschiff Möwe.

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