David Schütz: "Jugend kann und will sich engagieren"

HALTERN Vom sozialen Kompetenztraining zum Traumberuf, vom Traumberuf zur Preisverleihung Bürgerpreis Ehrenamt: Sven Föcker und Carsten Holtrup zogen das nicht ins Kalkül, als sie sich für ehrenamtliches Engagement entschieden. Wir sprachen mit David Schütz, zuständig für die Gemeindecaritas, über das Engagement der beiden Preisträger.

von Von Elisabeth Schrief

, 20.01.2009, 07:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Carsten Holtrup und Sven Föcker hatten vor fünf Jahren im Rahmen des Sozialen Kompetenztrainings ihren ersten ehrenamtlichen Einsatz im FUD, ein erster wichtiger Schritt, der Anerkennung verdiente. Damals waren sie bereit, über den Schulalltag hinaus freiwillig drei Monate intensiv an sich zu arbeiten und einmal wöchentlich eine ehrenamtliche Tätigkeit im Bereich der Behindertenarbeit zu übernehmen. Mit einem qualifizierten Zertifikat haben sie das Training erfolgreich zum Abschluss gebracht.

: Dass Sven Föcker und Carsten Holtrup dem FUD und den Jugendlichen mit Behinderungen treu geblieben sind, ist schon besonders erwähnenswert. Durch ihr weiteres ehrenamtliches Engagement haben sie ihre sozialen und auch fachlichen Kompetenzen enorm weiter entwickelt. Sie haben in der ehrenamtlichen Tätigkeit ihren Berufswunsch gefunden und mit dem Beginn der Ausbildung ihr freiwilliges Engagement noch einmal verstärkt. So sind sie zu wichtigen Begleitern anderer Menschen, die auf Unterstützung angewiesen sind, geworden.

Ich finde ihre Verbindlichkeit und ihren ehrenamtlichen Einsatz für andere über einen so langen Zeitraum wirklich bewundernswert und freue mich sehr, dass sie von Bürgermeister Bodo Klimpel dafür jetzt im Rathaus ausgezeichnet wurden. Wirkt die Auszeichnung motivierend auf andere, verändert sich mit dieser Ehrung möglicherweise auch das Bild von der Jugend? David Schütz: Die Auszeichnung macht zum einen deutlich, dass junge Menschen in der Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung durch einen Freiwilligendienst stark werden. Das ist sicher eine Motivation zum Ehrenamt für alle, die dem Einsatz für andere bisher noch nicht so viel Bedeutung zugemessen haben oder meinen, dass Ehrenamt den älteren Mitbürgern vorbehalten wäre. Zum anderen macht die Auszeichnung Mut, jungen Menschen Verantwortung zu übertragen und Vertrauen zu schenken, sie können und wollen sich engagieren, und sie machen es sehr gut!

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