Der ausgebüxte Luchs aus dem Halterner Naturwildpark Granat geht jetzt nach Polen

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Anfang des Jahres machte er mit seiner Wanderschaft durchs Ruhrgebiet Schlagzeilen: Jetzt ist für den Luchs, der aus dem Naturwildpark Granat ausgebüxt war, die Odyssee zu Ende.

Haltern

, 23.10.2019, 12:03 Uhr / Lesedauer: 1 min

Vor Weihnachten 2018 war er durch ein Loch im Zaun aus dem Halterner Naturwildpark Granat entwichen: Ein Luchs machte sich auf den Weg ins Ruhrgebiet und wurde in den folgenden Wochen und Monaten immer wieder im Raum Herne, Castrop-Rauxel und Dortmund gesichtet, bis ihn Holger Beckmann, Betreiber der Halterner Naturwildparks, wieder einfangen konnte.

In sein Gehege konnte er nicht mehr zurück, weil es Stress mit den anderen Tieren gegeben hätte. Deshalb fristete der Luchs seit Mai sein Dasein in einer Quarantänestation in Rheine.

Transport nach Polen

„Andere Tierparks wollten ihn auch nicht“, sagt Holger Beckmann. Deshalb war er froh, als vor einigen Wochen eine Anfrage eines Naturreservats aus Polen bei ihm einging.

Der ausgebüxte Luchs aus dem Halterner Naturwildpark Granat geht jetzt nach Polen

Der Luchs wird auf den Transport nach Polen vorbereitet. © Willi Klingbeil

Dorthin ist der Luchs vor vier Wochen transportiert und inzwischen ausgewildert worden. Zum Transport musste er allerdings noch einmal betäubt werden, weil ihm auch eine Haarprobe entnommen und ein Sender umgelegt wurde. Damit können seine weiteren Wanderungsbewegungen aufgezeichnet werden.

Das Gelände befindet sich 50 Kilometer von der polnischen Stadt Walcz entfernt und gehört zu einem Wisentgehege. Der Luchs dürfte dort ideale Bedingungen für ein Leben in Freiheit vorfinden, sicherlich besser als im Städtedreieck zwischen Bochum, Herne und Dortmund.

Der ausgebüxte Luchs aus dem Halterner Naturwildpark Granat geht jetzt nach Polen

Dem betäubten Luchs wurde vor dem Transport nach Polen ein Sender umgehängt. © Willi Klingbeil

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