Der Halterner Jan Gruner ist am Kampf gegen das Coronavirus beteiligt

rnCorona-Schnelltest

Die Zahl der Tests könnte im Kampf gegen das Coronavirus von großer Bedeutung sein. Der Sythener Jan Gruner hat Anteil daran, dass ein Schnelltest auf den Markt kommt.

Sythen

, 02.04.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Robert-Koch-Institut empfiehlt dringend, die Zahl der Tests auf das Coronavirus zu erhöhen, um die Pandemie in Deutschland wirksam zu bekämpfen. Vor diesem Hintergrund kann die Nachricht erfreuen, dass das deutsche Gendiagnostik- und Biotechunternehmen QIAGEN einen Schnelltest entwickelt hat, mit dem sich binnen einer Stunde verlässlich nachweisen lässt, ob ein Patient das Coronavirus (SARS-CoV-2/Covid-19) oder einen anderen von insgesamt 21 Erregern von Atemwegserkrankungen in sich trägt.

Was aber haben diese Nachrichten mit Haltern zu tun? Die Antwort pendelt in der Person von Jan Gruner werktäglich zwischen Sythen und dem Hauptsitz von QIAGEN in Hilden bei Düsseldorf hin und her. Auch die gute Verkehrsanbindung des Halterner Ortsteils hat dazu beigetragen, dass sich Jan Gruner und seine Familie dort für Eigentum entschieden haben.

Übernahme

US-Konzern hat Interesse an QIAGEN angemeldet

Für Überraschung hat die Nachricht gesorgt, dass der Biotech-Konzern QIAGEN wohl bald zum US-Technologiekonzern Thermo Fisher Scientific gehören wird. QIAGEN habe laut Medienberichten bereits die Zustimmung zu einem Übernahmeangebot gemeldet.

Während in vielen Branchen die Arbeit gerade stark zurückgefahren wird oder sogar ganz ruht, ist der 38-Jährige sehr beschäftigt. Er arbeitet in der Finanzabteilung der Gesellschaft von QIAGEN, die 1984 von einem Wissenschaftlerteam der Universität Düsseldorf als Diagen Institut für Molekulare Diagnostik gegründet wurde. Unter einer niederländischen Dachgesellschaft unterhält QIAGEN heute über 35 Tochterunternehmen in über 25 Ländern.

Der Beruf führte Jan Gruner in viele Länder dieser Welt

Jan Gruner ist seit 2013 einer von weltweit vielen tausend Mitarbeitern. Mit der direkten Entwicklung des Schnelltests war er natürlich aufgrund seines kaufmännischen Hintergrunds nicht befasst. „Ich durfte öffentlich auch nicht darüber reden - Betriebsgeheimnis“, sagt er. Bevor der Neu-Sythener sesshaft wurde, führten ihn berufliche Stationen unter anderem nach China, in die Vereinigten Arabischen Emirate und in die USA.

An seiner Arbeit bei QIAGEN schätze er, dass die Produkte des Unternehmens dazu beitragen, die Lebensqualität von Menschen zu erhalten und Krankheiten zu diagnostizieren. „So hat man das Gefühl, etwas Sinnvolles zu tun“, erklärt Jan Gruner.

Das Coronavirus beeinflusst das Familienleben

Der Familie ergeht es gerade nicht anders als allen Bundesbürgern in Deutschland. Die privaten Kontakte sind heruntergefahren. Die beiden Kinder, fünf und zwei Jahre alt, dürfen ihre Freunde oder die Großeltern nicht treffen. Zum Glück befindet sich Jan Gruners Frau zurzeit in Elternzeit, sodass die Betreuung keine Probleme macht.

In seiner Freizeit hält sich der Familienvater mit Joggen, Radfahren oder Spielen mit den Kindern im Garten fit. Kraft wird er in der nächsten Zeit brauchen. QIAGEN will laut Branchenmitteilungen bis Ende April die Produktion von Reaktionsmaterialien für 6,5 Millionen und bis Ende Juni 2020 für 10 Millionen Patienten herstellen können. Da wird auch in der Finanzabteilung keine Langeweile aufkommen.

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