Der Informant bleibt weiter geheim

Kandaouroff-Prozess

Im Prozess um den tödlichen Kopfschuss auf Seehof-Chef Klaus Kandaouroff (80) bleibt die Identität des Informanten, der die Festnahme der Täter ermöglicht hat, vorerst weiter geheim.

HALTERN/BOCHUM

von Von Tom Eder

, 03.11.2011, 18:01 Uhr / Lesedauer: 1 min

Auch ihm sei die Identität des Informanten unbekannt. Als Vertragspartner sei in dem Dokument nur der Anwalt des Informanten, ein Rechtsanwalt aus Gladbeck, genannt. Auch die 300.000 Euro Lohn für die Insider-Infos seien nicht direkt gezahlt worden, sondern über den Anwalt geflossen. Für die Familie war die Aussage des Tippgebers wohl ihr Geld wert. Denn monatelang hatte die Polizei im Dunkeln getappt. Am 29. Mai 2010 war Kandaouroff im Flur seiner Villa in Datteln getötet worden. Die Angeklagten Mladen P. und Michael M. hatten den Millionär nach eigenen Angaben ausrauben wollen. Der Schuss, so behaupten die Angeklagten, habe sich aus Versehen gelöst. Das Gericht vernahm am Donnerstag mehrere Umfeldzeugen, darunter die Ex-Freundin des Hauptangeklagten Mladen P. (43). Sie hatte wegen der Ereignisse ihren Job in einem Betrieb Kandaouroffs verloren. Außerdem sollte die Freundin eines anderen Angeklagten befragt werden. Doch die 39-Jährige hatte sich noch am vergangenen Mittwoch mit Michael M. verlobt. Deshalb musste sie nicht aussagen.

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