Der neue Tante-Emma-Laden in Lavesum ist schon wieder Geschichte

rnKastanienhof

Gerade hatten sich die Lavesumer an ihren neuen Tante-Emma-Laden im Kastanienhof gewöhnt, da ist er auch schon wieder geschlossen. Wir haben nachgefragt, warum das so ist.

Lavesum

, 30.06.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Kastanienhof an der Rekener Straße in Lavesum ist - mit Verspätung - erst im Herbst fertig. Dieses Quartier besteht aus zwei Komplexen mit Eigentumswohnungen entlang der Kastanienstraße sowie möblierten Appartements, Tagespflege und Gewerbeflächen entlang der Rekener Straße.

Neuer Anlaufpunkt

Seit dem 1. Juni standen draußen auf dem Bürgersteig Werbe-Aufsteller, wehte die Fahne eines Paketzustellers im Wind und luden bei gutem Wetter Tische und Stühle vor der Tür zum Verweilen ein. Volker Jandt und Barbara Maskos eröffneten hier eine Zweigstelle ihres Flaesheimer Kiosks Pick Up.

In Lavesum sollte allerdings mehr entstehen: Statt einem Kiosk bauten sie einen „Tante-Emma-Laden“ auf, wo Lavesumer oder Gäste sich mit Dingen des täglichen Bedarfs eindecken und tägliche Neuigkeiten aus dem Ortsteil austauschen konnten. Der „Treffpunkt Kastanienhof“ entwickelte sich innerhalb kurzer Zeit zu einem Anlaufpunkt vor allem auch für die älteren Hausbewohner.

Kritik an Provisorien

Nach nur drei Wochen zogen sich Volker Jandt und Barbara Maskos jedoch wieder aus Lavesum zurück. Zu Montag bestellten sie einen Umzugswagen. Barbara Maskos erklärte gegenüber unserer Redaktion die Hintergründe: „Die Voraussetzungen passten einfach nicht, so konnten wir nicht wirtschaftlich arbeiten. Wir haben beispielsweise notwendige Kühltruhen für den Keller angeschafft, aber im Keller gibt es immer noch keinen Stromanschluss. Wir hatten auch keine Möglichkeiten, unsere Brötchenbestellungen zu lagern.“

Der Vermieter habe sich keine Mühe gegeben, Provisorien zu beheben. „Dabei hatten wir ganz andere Absprachen getroffen“, erklärt Barbara Maskos.

In Ruhe Nachmieter suchen

Ursula Eskes, die den Kastanienhof mit ihrem Bruder Georg baut, war von der Geschäftsaufgabe völlig überrascht. Der Mieter habe zwar entsprechende Überlegungen im Gespräch angekündigt, dann aber ohne Absprache einen Zettel „geschlossen“ an die Tür geheftet. „Wir haben einfach keinen gemeinsamen Nenner gefunden. Die Kommunikation war mehr als gestört“, sagte Ursula Eskes gegenüber der Halterner Zeitung.

Eine Rückkehr nach Lavesum schließt Barbara Maskos definitiv aus. „Schade ist das schon“, schreibt Klaus Ide über Facebook an die Redaktion. Ursula und Georg Eskes wollen in Ruhe einen Nachmieter suchen, wenn alle noch ausstehenden Handwerkerarbeiten erledigt sind.

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