Wie konstant ist die Geschwindigkeit im Halterner Glasfasernetz?

rnDeutsche Glasfaser

Vor allem abends und am Wochenende soll es im Netz der Deutschen Glasfaser in Haltern schon mal zum Stau kommen. Kunden schwanken zwischen Ärger und Zufriedenheit.

Haltern

, 01.07.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Hat das Unternehmen Deutsche Glasfaser (DG) in Ortsteilen von Haltern Probleme damit, die Bandbreite von 400 MBit/s (Megabit pro Sekunde) zu garantieren? Diese Frage stellt sich nicht nur unser Leser und FDP-Ratsherr Dirk Klaus, der in dem Facebook-Forum „Glasfaser für Haltern am See“ verfolgt hat, wie sich Kunden der DG über die Qualität ihres Netzes beschwerten.

Besonders hoch kochte die Diskussion am 17. Juni, als ein Nutzer das Ergebnis eines Speedtests von nur knapp 2 MBit/s ins Forum stellte. Ein Forenteilnehmer, der selbst in der Telekom-Branche arbeitet, vermutete daraufhin, dass das Backbone-Netz (das Kernnetz) der DG nicht ausreichend angelegt sei und deshalb massiv überbucht werde. Dies werde gerade an den Wochenenden und nach 18 Uhr auffällig.

Glasfaser bestätigt punktuelle Störungen

Generelle Qualitätsprobleme bestätigte die DG auf Anfrage der Redaktion allerdings nicht. Vielmehr habe es zwischen dem 17. und 18. Juni eine technische Störung zwischen Lotte und Senden gegeben, auf die die erwähnten Störungen im Bereich Haltern zurückzuführen seien.

In einem anderen Fall liege wohl ein individuelles Problem vor, „mit dem sich Kunden üblicherweise telefonisch oder per E-Mail an unseren Kundenservice wenden können, um die Ursache für das Problem zu finden. Die Kollegen haben dann die Möglichkeit, anhand konkreter Daten die Situation für den jeweiligen Anschluss zu überprüfen und zu helfen.“

Die Hotline ist abends nicht besetzt

Die Teilnehmer des Internetforums bedauern jedoch, dass die Hotline der DG in den Abendstunden nicht mehr besetzt sei, sodass Probleme nicht aktuell weitergegeben werden könnten.

Der Sythener Udo Stenzel war am 17. Juni selbst von der Störung des DG-Netzes betroffen und meldete sich ebenfalls im Internetforum („Bin ich wenigstens nicht so allein mit der Geschwindigkeit.“). Mit der Qualität seines Anschlusses in Lehmbraken ist er aber - wie andere Kunden in Haltern auch - grundsätzlich zufrieden.

In einigen Fällen könne es auch sein, dass der Router das Problem darstelle, vermutet Udo Stenzel, der früher in einer IT-Abteilung bei der Ruhrkohle beschäftigt war und Mitglied im Chaos Computerclub ist. Das sei genau wie bei einer Wasserleitung mit enger Stelle.

Auch der Router kann entscheidend sein

Wenn ein Router nur auf 100 MBit/s ausgelegt sei, nütze die 400 MBit/s-Leitung davor auch nichts. Er rät dazu, sich von einem Fachmann beraten zu lassen, wenn die eigenen Kenntnisse nicht ausreichen. Zumindest sollte man sich in das Thema einlesen.

Wer außerdem die Geschwindigkeit seines Anschlusses überprüfen will, sollte ein LAN-Kabel an den Router anschließen. So würden genaue Ergebnisse beim Speedtest erzielt.

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