Die Abzocke mit der Abo-Falle

Halterner warnt

Fast 100 Euro soll der Halterner Heinz Mohnitz bezahlen, weil er sich angeblich für die Nutzung des Internetportals www.top-of-software.com habe registrieren lassen. „Das kenne ich absolut nicht“, beteuert Mohnitz hingegen.

HALTERN

von Von Berthold Fehmer

, 08.12.2011, 14:01 Uhr / Lesedauer: 1 min

   Da er aber vermutet, dass auch andere Halterner ähnliche Post erhalten könnten, möchte er die Öffentlichkeit warnen. Urteile von Gerichten sowie Warnungen von Verbraucherzentralen geben ihm Recht. So warnt die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz davor, Rechnungen von top-of-software.de zu bezahlen. Und bietet auf ihrer Internetseite Musterschreiben an, mit denen man den Forderungen widersprechen kann. 2010 erhielt „Top-of-software.de“ den Preis „Das schwarze Schaf“, der von Opsec Security vergeben wird, die Abo-Fallen wie diese als „ernstzunehmendes Verbraucherrisiko“ bezeichneten. 

In den „Informationen rund um Ihren Vertrag“, die Mohnitz zugeschickt wurden, werden zwar zahlreiche Gerichtsurteile des Amtsgerichts Mainz aufgeführt, die belegen sollen, dass alles seine Richtigkeit habe. Dem entgegen steht aber etwa ein Urteil aus 2011 vom selben Amtsgericht, in dem der Betreiber des Portals einem „Kunden“ sogar die Rechtsanwaltkosten zahlen musste. Zitat aus der Begründung des Urteils: „Das Gericht stimmt der Auffassung des Klägers zu, dass es sich bei der Gestaltung der Internetseite durch die Beklagte jedenfalls im streitgegenständlichen Zeitraum um eine sogenannte Abo-Falle handelte.” Der Richter ging von einer „versuchten Betrugshandlung“ aus, die auch mithilfe eines Anwalts abgewehrt werden dürfe.

Lesen Sie jetzt