Die Bürger der Stadt Haltern halten in der Krise zusammen

Meinung

Haltern hat ein Jahr nach Ausbruch der Corona-Pandemie die niedrigsten Infektionszahlen im Kreis Recklinghausen. Das ist Lohn und Ansporn für die Bürger zugleich, findet unsere Autorin.

Haltern

, 11.03.2021, 18:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das Lohmännken trägt eine Maske, wie sie in Teilen der Innenstadt vorgeschrieben ist.

Das Lohmännken trägt eine Maske, wie sie in Teilen der Innenstadt vorgeschrieben ist. © Jürgen Wolter

Im Vergleich zu anderen Städten ist Haltern bisher glimpflich durch die Corona-Pandemie gekommen. 22.629 bestätigte Corona-Fälle gibt es im Kreis Recklinghausen, 674 entfallen dabei auf Haltern.

Das ist der niedrigste Wert im Kreis. Während andere Städte Tote im hohen zweistelligen Bereich zu beklagen haben, sind in Haltern neun Menschen an Covid-19 gestorben. Natürlich ist jeder Corona-Tote ein Toter zuviel. Aber es zeigt auch, dass die Seestadt eine Sonderrolle einnimmt.

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Ob es hier umsichtigere Menschen gibt, ob die ländliche Struktur mit vielen Eigenheimen und wenig Wohnblöcken eine Rolle dabei spielt oder ob es einfach Glück ist - keiner kennt die Antwort genau. Was auffällt, sind die vielen Initiativen und Aktionen von Halternern, die sich in diesen Zeiten um andere kümmern. Schon im ersten Lockdown wurden Einkaufshilfen angeboten, Menschen nähten und spendeten Masken. Die Bürger kaufen weiterhin lokal ein und nehmen örtliche Lieferdienste in Anspruch, um Einzelhandel und Gastronomie zu unterstützen.

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Auch wenn die Pandemie die Menschen räumlich getrennt hat, der Zusammenhalt in Haltern bleibt und wächst. Zwar gibt es auch hier Maskenverweigerer und Corona-Leugner, aber sie sind in der Minderheit. Mit den Fortschritten bei der Impfung könnten die Menschen vielleicht schon bald zur Normalität zurückkehren. Bis dahin sind Vorsicht und Umsicht weiterhin die Gebote der Stunde.

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