Meinung

Die Investition in die Feuerwehrstandorte in Haltern ist notwendig

Eine Investition von 1,7 Millionen Euro allein in den Feuerwehrstandort Sythen ist viel Geld. Aber es ist gut angelegt, meint unsere Autorin.
Schlafplatz in der Feuer- und Rettungswache Haltern © Stadt Haltern

Verglichen mit anderen städtischen Einrichtungen wie Musikschule oder Stadtbücherei wird die Feuerwehr mit ihren Standorten in Haltern gehätschelt. Das liegt wohl daran, dass es ohne sie nicht geht. Wir könnten auf musikalische Erziehung oder das Lesen und Konsumieren von Medien verzichten. Unser Leben wäre ärmer, aber nicht gefährdet. Das wäre der Fall, wenn die Feuerwehr im Notfall ausbleiben würde.

Dass ihre Mitglieder bei der Erfüllung ihrer Aufgaben sogar ihr eigenes Leben aufs Spiel setzen, hat uns die Flutkatastrophe im Ahrtal vor Augen geführt, bei der sechs Angehörige der Feuerwehr ums Leben kamen. In Haltern hat der Einsatz am eingestürzten Windrad gerade zudem gezeigt, wie vielfältig die Herausforderungen für die Feuerwehr sind.

Zur guten Vorbereitung gehört neben der individuellen Ausbildung die technische Ausrüstung inklusive moderner Feuerwehrgerätehäuser. Deshalb ist die geplante Investition in die Halterner Standorte richtig. Das gilt vor allem vor dem Hintergrund, dass die Löscheinheiten vom Ehrenamt getragen werden. Schon jetzt müssen die Löschzüge um Nachwuchs werben. Wenn die Unterkünfte dauerhaft nur Notbehelf bleiben und die Mängellisten immer länger werden, reichen Zusammenhalt der Feuerwehrangehörigen und eine kleine Aufwandsentschädigung für Führungskräfte allein nicht aus, um das Engagement attraktiv zu machen.