Lippefähre

Die Lippefähre „Maifisch“ in Haltern steuert das Winterlager an

Die Lippefähre „Maifisch“ ist nicht nur bei Touristen in der Stadt beliebt. Auch Haltern setzen gern mit ihr über die Lippe. Jetzt legt die „Maifisch“ eine Winterpause ein.
Vor allem Radwanderer nutzen die Lippefähre zum Übersetzen. © Archiv

Wenn die Tage kürzer werden, endet die Fährsaison in Haltern-Flaesheim. Am Dienstag, 2. November, nehmen Michael Schulte-Althoff und sein Team die vier Tonnen schwere Lippe-Fähre „Maifisch“ an den Haken. An Land stehen Wartung und Pflege des Lippe-Kreuzers an, mit dem auch in dieser Saison wieder viele Menschen per Muskelkraft von einem Lippe-Ufer zum anderen übergesetzt haben.

O bis O – also von Ostern bis Oktober lautet normalerweise die Eselsbrücke, mit der man sich die Saisonzeiten gut merken kann. In diesem Jahr nahm die Fähre ihren Betrieb coronabedingt allerdings etwas später und mit einem Sicherheitskonzept auf.

Dank dessen konnten die Fährgäste auch im Sommer 2021 per Handkurbel den längsten Fluss in Nordrhein-Westfalen überqueren. Da ab Oktober die Hochwassersaison beginnt, muss der Lippeverband die „Maifisch“ und ihre beiden Schwesternfähren – die „Baldur“ in Dorsten und die „Lupia“ in Hamm – nun aber vom Wasser nehmen.

Natur ‚erfahren‘ mit der „Maifisch“

„Auf dem Wasser erfährt man die Lippe und unsere wunderschöne Region noch einmal von einer ganz neuen Seite. Eingebunden in die Römer-Lippe-Route, ist die Fährverbindung eine wichtige Einrichtung“, findet Gewässermeister Michael Schulte-Althoff.

Wenn der Lippeverband im April 2022 die „Maifisch“ zu Wasser lässt, heißt es wieder „Schiff ahoi“. Dann kurbeln sich Passagierinnen und Passagiere kostenlos über die Lippe, denn der drei Meter breite Schwimmkörper wird auf diesem Wege am Drahtseil über den Fluss gezogen.