Die niedrigen Wasserstände machen auch den Seglern auf dem Halterner Stausee zu schaffen

rnSegler auf dem Trockenen?

Einige Segelboote im Halterner Stausee liegen schon auf dem Trockenen. Wie geht es weiter mit dem Segelbetrieb?

Haltern

, 25.09.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Krananlage in der Stadtmühlenbucht am Halterner Stausee ist nur eine noch eine Schlammwüste. Boote können hier nicht mehr zu Wasser gelassen werden. Der niedrige Wasserstand und ungefähr zwei Meter Schlamm machen das Benutzen unmöglich.

Ausbaggern oder absaugen? Beim Segelclub Westfalen macht man sich Gedanken über den Zustand. „Konkrete Maßnahmen sind aber zurzeit nicht geplant“, sagt die Vorsitzende Sabine Feldmann. Sie hofft, dass Regenfälle in den nächsten Wochen wieder für ein Ansteigen des Wasserpegels sorgen werden. „Wir haben mit dem Ausbooten ja im Prinzip noch bis Anfang November Zeit“, sagt sie.

Bei der Einfahrt festgefahren

„Bei uns liegen die ersten Boote schon auf dem Trockenen, wir könnten sie theoretisch zu Fuß erreichen“, sagt Silke Sandkötter, Pressewartin beim benachbarten Segelclub Haltern. „Ein Mitglied hat sich schon bei der Einfahrt festgefahren. Der niedrige Wasserstand ist schon eine ziemliche Katastrophe.“

Das bestätigt auch Timon Beuers, Bootswart des Vereins. „Wir mussten zusammenrücken, haben die Boote am Ende der Stege platziert. Was uns besonders Sorge macht, ist, dass dieses Problem jetzt schon im zweiten Jahr auftritt und dass auch der Hullerner Stausee einen so niedrigen Wasserstand hat, dass der Pegel im Halterner Stausee so schnell nicht wieder stiegen wird.“

Beim Segelclub Prinzensteg ist dagegen der Steg noch erreichbar. „Wir haben die Boote an den hinteren Teil verlegt“, so Mike Kestermann, der zweite Vorsitzende des Vereins. „Auch den Anlegesteg nutzen wir jetzt als Liegeplatz.“

Noch sei Segeln auf dem Halterner Stausee ohne weiteres möglich, sagt Kestermann. „Da haben wir immer noch 15 Meter Wassertiefe.“

Auskranen mit dem Autokran

Allerdings wird es auch 2019 wieder ein Auskranen mit dem Autokran am Gelände der Gelsenwasser AG am Südufer des Stausees geben. „Das müssen wir jetzt zum zweiten Mal in Folge organisieren“, sagt Mike Kestermann.

Die Aktion wird Mitte Oktober und Anfang November an den jeweiligen Wochenenden stattfinden. „Der Kran der Firma Mertmann ist schon bestellt“, sagt Mike Kestermann. Auch das Fahrgastschiff Möwe kann zurzeit die Anlegestellen am Stausee wegen des niedrigen Wasserstandes nicht mehr anfahren.

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