Die SPD will günstige Wohnungen in mehrgeschossigen Häusern

rnZur Lehmkuhle

An der Lehmkuhle, auf dem Dreieck zwischen Breitenweg und Hellweg, baut ein Halterner Investor bis zu 22 Einzel- und Doppelhäuser. Der SPD passt das nicht, sie stimmte gegen die Pläne.

31.03.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der Investor Johannes Stock entwickelt auf Weideflächen am Rande des Gewerbegebietes Prozessionsweg im Auftrag mehrerer Grundstückseigentümer das Baugebiet „Zur Lehmkuhle“. Dort will er etwa 22 Einzel- und Doppelhäuser sowie Wohngruppen in zweigeschossiger Bauweise erstellen. Der Bebauungsplan wird nun ein zweites Mal ausgelegt. In einer ersten Bürgerbeteiligung hatten sich Anwohner der 15 Wohneinheiten auf der gegenüberliegenden Straßenseite zu Wort gemeldet. Sie machen sich unter anderem Sorgen, dass die Spielstraße durch den Autoverkehr überlastet wird und die Parkplätze nicht ausreichen.

Wohnungsmarkt entlasten

Auch die SPD erhob Einwände und bekräftigte diese noch einmal in der Sitzung des Ausschusses Stadtentwicklung und Umwelt. Die Partei fordert, dass mindestens 50 Prozent der bebaubaren Fläche für Wohnungsbau mit drei Vollgeschossen vorgesehen wird. Damit können hier, so die SPD, preisgünstige Mietwohnungen entstehen, die den Wohnungsmarkt entlasten. „Angesichts des Umfeldes mit mehrgeschossigen Häusern am Hetfeld wären mehrgeschossige Häuser an dieser Stelle nicht deplatziert“, bekräftigte Heinrich Wiengarten in der Sitzung im Rathaus.

Archäologen kommen

Doch dem Willen der SPD wird die Verwaltung mit Rücksicht auf die vorhandenen Baustrukturen nicht folgen. Außerdem könne sie, weil sie selbst keine Flächen in dem Gebiet besitzt, die Eigentümer nicht zu mehrgeschossigem Häuserbau verpflichten. Das Verfahren zur Aufstellung des Bebauungsplanes geht weiter, ohne Zustimmung der SPD.

Die Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe rechnen in diesem Gebiet mit römischen Funden, weil es Teil des Ostlagers war. Außerdem vermuten sie bislang unbekannte paläontologische Bodendenkmäler in Form von versteinerten Überresten von Pflanzen und Tieren. Mit den Bauarbeiten darf deshalb erst nach entsprechenden Ausgrabungen begonnen werden.

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