Die Stadt kann auf das alte Gesundheitsamt als Flüchtlings-Unterkunft nicht verzichten

Flüchtlingszahlen

Die Flüchtlingsunterkunft im alten Gesundheitsamt an der Schmeddingstraße ist den Bewohnern kaum zumutbar. Aber die Stadt zögert die Schließung noch hinaus.

Haltern

, 18.11.2019, 10:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Stadt kann auf das alte Gesundheitsamt als Flüchtlings-Unterkunft nicht verzichten

Als Unterkunft für Geflüchtete ungeeignet, aber noch nicht überflüssig: das alte Gesundheitsamt an der Schmeddingstraße. © Foto Steffe

Gegenwärtig leben 740 Geflüchtete in Haltern. 380 von ihnen haben eine private Wohnung gefunden, die anderen wohnen in zum Teil neu gebauten Unterkünften an der Recklinghäuser Straße sowie am Lorenkamp in kleinen privaten Wohneinheiten und in dem früheren Gesundheitsamt an der Schmeddingstraße. Die Raumaufteilung in dem ziemlich heruntergekommenen Gesundheitsamt mit gemeinsamen Sanitär- und Küchenräumen verursacht immer wieder Konflikte, zum Beispiel wenn es um die Sauberhaltung geht.

Weniger Zuweisungen

Deshalb möchte die Stadt das Haus gerne schließen. „Im Moment können wir allerdings auf diese Unterkunft noch nicht komplett verzichten. Vielleicht ist das im kommenden Jahr möglich“, hofft Helmut Lampe (Fachbereichsleiter Ordnung und Soziales). Voraussetzung wäre jedoch, dass die Neuzuweisungen sich auf dem Niveau von 2019 bewegen. Denn in diesem Jahr sind der Stadt bislang erst 38 Personen zugewiesen worden, die letzten Flüchtlinge kamen im August.

Höhere Zufriedenheit

Im Vergleich dazu nahm die Stadt im Jahr 2018 dagegen 86 und im Jahr davor 75 Menschen auf, die vor Krieg und Gewalt Schutz in Haltern suchten.

Die aktuelle Situation nutzt die Stadt, um bereits seit längerer Zeit geplante und dringend erforderliche Umzüge innerhalb der Unterkünfte durchzuführen. „Hierdurch können wir die Wohnsituation für die Familien und Einzelpersonen verbessern, was letztendlich zu einer höheren Zufriedenheit führt“, sagt Lampe.

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