"Die Stadt wieder handlungsfähig machen"

Rita Stockhofe (CDU)

Rita Stockhofe ist seit 2012 im Bundestag und Mitglied im Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft. Dort ist sie Berichterstatterin für die Themen Jagdwesen, Steuern und Finanzen, Produktsicherheit, Bienen und Pflanzenzucht. Sie ist außerdem Mitglied im Petitionsausschuss.

HALTERN

18.09.2017, 14:38 Uhr / Lesedauer: 2 min
"Die Stadt wieder handlungsfähig machen"

Rita Stockhofe

Das bin ich privat:

Während der 22 Sitzungswochen wohne ich von montags bis freitags in Berlin. Ansonsten schlafe ich zu Hause. Bei fünf Städten im Wahlkreis warten hier auch eine ganze Reihe Termine auf mich. Mein Mann Georg bewirtschaftet den landwirtschaftlichen Betrieb (Pensionspferde). Er ist während der Woche direkter Ansprechpartner für unsere sechs Kinder zwischen 14 und 24 Jahren. Ich halte Kontakt über moderne Medien. Früher habe ich gerne Sport gemacht, dieses Hobby kommt heute ebenso wie das Lesen von Büchern zu kurz. Ich muss so viele andere Dinge lesen. Gerade habe ich den Jagdschein bestanden. Dafür habe ich viel gelernt.

Diese drei Ziele möchte ich für Haltern am See erreichen:

Flächendeckend bis zum letzten Haus und Gehöft muss das Glasfasernetz in Haltern am See ausgebaut werden. Wenn wir für die Zukunft gerüstet sein wollen, ist das so wichtig wie der Strom- oder Wasseranschluss. Auch Kommunen wie Haltern im Stärkungspakt müssen so unterstützt werden, dass sie wieder frei und selbstständig handeln können. Gelder des Bundes müssen über das Land besser an die Kommunen verteilt werden. Das hat bisher nicht gut geklappt. Ich will für alle Halterner eine direkte Gesprächspartnerin sein, die man ohne Hemmschwelle kontaktieren kann, um seine Interessen in Berlin vorzubringen.

Hier hat meine Partei unrecht:

Nach dem Fall Amri gab es ein Maßnahmenpaket von Innenminister Thomas de Maizière, das Waffenrecht zu verschärfen. In diesem Fall hilft kein neues Gesetz. Wir müssen die bestehenden konsequent anwenden und den Menschen offen sagen, dass man nie ganz sicher sein kann. Ich habe wie 224 weitere Mitglieder der 309 köpfigen CDU/CSU-Fraktion gegen die sogenannte Ehe für Alle gestimmt. Der reine Begriff Ehe ist für mich für Mann und Frau vorbehalten. Es ist aber richtig, gleichgeschlechtliche Paare als eingetragene Lebenspartnerschaften gleichzustellen.

So werbe ich um Stimmen:

Gerade habe ich die Veranstaltungsreihe „Scheunengespräche“ abgeschlossen. Ich hatte über 700 Personen aus verschiedenen Bevölkerungsgruppen wie Apotheker, Angler oder Rentner auf unseren Hof eingeladen. Minister und andere Funktionsträger hielten ein Impulsreferat. Dann haben wir in lockerer Atmosphäre diskutiert. Außerdem gibt es meine Aktion „100 Tage – 100 Gespräche“, um die Vielfalt meiner Gesprächspartner vom Bundestagsabgeordneten bis zum Bäcker zu zeigen. Ich mache Hausbesuche und besuche Bürgertalks in Nachbarschaften. Demnächst verschenke ich Äpfel mit dem CDU-Logo, das in die Früchte eingewachsen ist.

Rita Stockhofe wurde am 1. November 1967 in Haltern geboren. Sie ist gelernte Fleischerin und Postbeamtin.

 

 

Dafür sollte der Bund kein Geld mehr ausgeben:

Gemeinnützige Vereine, die gegen geltendes Recht verstoßen, sollten nicht länger steuerlich begünstigt werden. Damit meine ich beispielsweise den Verein Peta, der illegal in landwirtschaftliche Betriebe, auch bei NRW-Landwirtschaftsministerin Christina Schulze Föcking, eingebrochen ist. (Nachdem diese Aussage in unserer gedruckten Ausgabe erschien, folgte die Berichterstattung, die Sie unter diesem Link finden, Anm. d. Red.)Ansonsten kann ich eher sagen, wofür der Bund mehr Geld ausgeben sollte. Dazu gehört für mich die Entwicklungshilfe. Wir müssen in die Anschubfinanzierung von nachhaltigen Projekten in der Dritten Welt investieren, um der Fluchtbewegung entgegenzuwirken.

Mein Traumjob in der Bundesregierung:

Ein Ministeramt könnte ich mir nicht vorstellen, den Job einer Staatssekretärin dagegen schon, weil man sich an dieser Schaltstelle sehr gut inhaltlich einbringen kann. Mein Ziel ist es, wieder in den Bundestag einzuziehen und weiter im Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft vertreten zu sein. Auch im Petitionsausschuss würde ich gerne weiter mitarbeiten. Darüber hinaus würde ich mich gern im Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung engagieren.

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