Dies sind die letzten Entlassschüler der Erich-Kästner-Schule

Emotionaler Abschied

Am Ende flossen die Tränen - und zwar weniger die der Schüler, sondern mehr die der Lehrer. Die Entlassfeier des letzten Schülerjahrgangs der Erich-Kästner-Schule am Donnerstag wurde vor allem für das Kollegium zum emotionalen Abschied.

HALTERN

, 29.06.2017, 16:13 Uhr / Lesedauer: 1 min

20 Jahre hat Schulleiterin Vivi Klapheck an der Erich-Kästner-Schule gearbeitet, 13 Jahre im Team mit ihrem Stellvertreter Falk Wildemann. Beide wie auch Klassenlehrerin Bettina Kubiak ließen nach der Zeugnisvergabe ihren Emotionen freien Lauf.

Ab sofort besuchen keine Schüler mehr die Förderschule. "Dies war der letzte Entlassjahrgang", so Vivi Klapheck. "Die noch verbliebenen Schüler wechseln entweder auf die Heinrich-Kielhorn-Schule nach Marl oder auf die Joseph-Hennewig-Schule."

Neue Aufgabe

Sie selbst hat die Schulleitung des Schulverbundes Luther-/von-Eichendorff-Schule übernommen, der in Zukunft Katharina-von-Bora-Schule heißen soll. "Es war eine tolle Zeit, aber jetzt blicke ich nach vorn", so Klapheck.

13 Schülerinnen und Schülern konnte sie gemeinsam mit Falk Wildemann und den Klassennlehrern Bettina Kubiak und Jörg Lerche die Abschlusszeugnisse überreichen - den Förderschul- oder den Hauptschulabschluss der 10. Klasse. "Die Schüler wechseln jetzt entweder aufs Berufskolleg, um sich weiter zu qualifizieren, oder sie treten ein Praktikum oder eine Ausbildung an", berichtet Falk Wildemann.

Bevor die Zeugnisse vergeben wurden, sorgte die Schulband mit drei Songs für Riesenstimmung. Sie erhielt stehende Ovationen vom Publikum in der Schulaula.

Falsche Entscheidung

Diesen Raum noch einmal so gefüllt zu sehen, freue ihn besonders, stellte Falk Wildemann bei der Begrüßung fest. Halterns stellvertretende Bürgermeisterin Hiltrud Schlierkamp nahm noch einmal Bezug auf die Schulschließung: "Ich habe nie einen Hehl daraus gemacht, dass ich diese Entscheidung für falsch halte", so Schlierkamp. Für ein gelingendes Inklusionsmodell würden vielerorts noch die Voraussetzungen fehlen.

Klassenlehrerin Bettina Kubiak ließ mit einer Fotoshow die letzten Jahre ihres Jahrgangs Revue passieren und gab ihren Schülern mit auf den Weg: "Bleibt neugierig, verlernt das Staunen nicht, gebt Gas!"

Vivi Klapheck überreichte zum Schluss eine Rose und einen Spruch von Antoine de Saint Exupérie: "Du bist verantwortlich für das, was du dir vertraut gemacht hast. Du bist verantwortlich für deine Rose."

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