DLRG-Diebstahl: Polizei hat Erkenntnisse zum gestohlenen Transporter

rnMotoren geraubt

Nachdem Unbekannte am Wochenende im Halterner Seebad gleich mehrere Motoren geklaut haben, gehen die Ermittlungen der Polizei weiter. Zum gestohlenen Transporter gibt es erste Erkenntnisse.

Haltern

, 10.07.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wie berichtet, wurden am Wochenende mehrere Motoren aus dem Halterner Seebad geklaut. Ein Vorfall, mitten in der Badesaison, der sprachlos macht und einige Fragen aufkommen lässt.

Besonders die DLRG Haltern hat der Diebstahl hart getroffen. Den Rettungskräften der Hilfsorganisation sind drei Motoren geklaut worden. Gesamtwert: etwa 50.000 Euro. Zwei ihrer vier Boote sind deshalb nicht mehr einsatzfähig. „Ich bin immer noch geschockt über diesen Vorfall. Man fühlt sich ja wie in einem schlechten Krimi“, zeigte sich Halterns DLRG-Chefin Anne Feldmann auch am Mittwoch noch erbost. „Wir versuchen die Einsatzbereitschaft der beiden Boote schnellstmöglich wieder herzustellen, aber das ist alles nicht so einfach.“ Die Diebe hätten einen ordentlichen Schaden hinterlassen.

Zurück in die Werft nach Rostock?

Laut DLRG-Vorsitzende Anne Feldmann mussten die Täter an den Booten sämtliche Zuleitungen kappen, um die Motoren entwenden zu können. Eine Reparatur gestalte sich aufwändig. „Das große Boot müssen wir aufgrund des Gewährleistungsanspruchs wahrscheinlich sogar zurück in die Werft nach Rostock bringen“, so Feldmann. Zum Glück besitze der Verein noch zwei andere Boote („Hans“ und „Nivea“), so dass man die Einsatzfähigkeit am Strandbad und Silbersee aufrecht erhalten könne.

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Nach den bisherigen Erkenntnissen der Polizei müssen sich die Täter Zutritt zum Seebad verschafft haben, um von dort die DLRG-Boote „Marleen“ und „Lea“ über das Wasser bis in die rund vier Kilometer entfernte Bucht am „Bootsverleih Meilenbrock“ zu bringen. Am Ufer haben sie die Motoren dann vermutlich demontiert und verladen. Die Boote haben sie zurückgelassen.

Auf der Suche nach den Tätern tappt die Polizei im Dunkeln. „Derzeit sind die Kollegen noch mit der Auswertung der Spuren beschäftigt. Wir ermitteln in alle Richtungen“, sagt Polizeisprecherin Ramona Hörst. Eine entscheidende Rolle bei den Ermittlungen könnte der sichergestellte Transporter einnehmen.

Fahrzeug wurde in Essen gestohlen

Ein Zeuge hatte am Montagmorgen einen verdächtigen Lieferwagen gemeldet, der an einer Böschung in der Nähe des Ufers am Stockwieser Damm stand. Hörst: „Wir gehen davon aus, dass die Täter das Fahrzeug für ihre Flucht nutzen wollten. Womöglich haben sie sich festgefahren und mussten ihren Plan spontan umwerfen.“

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Wie bereits am Montag ermittelt wurde, war das betreffende Fahrzeug, ein Mercedes Sprinter, als gestohlen gemeldet. Hörst: „Wie sich nun herausgestellt hat, wurde das Fahrzeug bereits Anfang des Jahres in Essen geklaut.“ Ob diese Spur die Ermittler am Ende auch zu den Tätern führen wird, scheint jedoch ungewiss.

Die Polizei ermittelt weiter, Zeugen werden gebeten, sich unter Tel. 0800/2361111 zu melden.

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