DLRG Haltern: Boote „Lea“ und „Marleen“ sind wieder einsatzbereit

rnNach Motorendiebstahl

Die DLRG-Boote „Lea“ und „Marleen“ sind aus der Werft zurück. Sie haben neue Motoren erhalten, die am ersten Juliwochenende gestohlen worden waren. Die Polizei ermittelt unterdessen weiter.

Haltern

, 03.09.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Am ersten Wochenende im Juli war das Entsetzen bei der DLRG Haltern groß: Unbekannte hatten die Rettungsboote „Lea“ und „Marleen“ ans Ostufer geschleppt und dort die Motoren entwendet. Auch ein Boot der Halterner Stadtwerke war betroffen.

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Vor einigen Tagen wurden die beiden DLRG-Boote zu zwei Werften überstellt, wo sie überholt und die neuen Motoren installiert wurden. „Marleen war in einer Werft in Duisburg, Lea wurde in Rostock repariert, wo sie auch gebaut worden ist“, sagt Anne Feldmann, die Vorsitzende der DLRG Haltern. Die Schäden seien immens gewesen.

Erneuten Diebstahl verhindern

Unter anderem sei der Unterschutz der beiden Boote erneuert worden, weil es auch im Rumpfbereich zu erheblichen Beschädigungen gekommen war. Darüber hinaus musste ebenso eine neue Beklebung der Kennzeichen erfolgen. „Und natürlich wurden die neuen Motoren samt aller Leitungen angebracht“, erläutert Sebastian Höhnerhaus, der als zuständiger Leiter sämtliche Einsätze der DLRG Haltern koordiniert. „Wir sind sehr glücklich darüber, dass uns die beiden Boote nun wieder voll einsatzfähig zur Verfügung stehen.“ Die Motoren müssten nun noch „eingefahren“ werden. Sie werden künftig außerdem noch besser gesichert, um einen erneuten Diebstahl zu verhindern.

Schwierige Koordination der Einsätze

„In den vergangenen Monaten hatte sich die Koordination der Einsätze schwieriger gestaltet, weil wir nicht auf diese beiden Boote zurückgreifen konnten.“ Dennoch sei es insgesamt gelungen, die Hauptsaison gut über die Bühne zu bringen. „Auch die Segelsportvereine, die ihre Regatten nur mit unserer Unterstützung veranstalten dürfen, mussten nicht unter der Situation leiden.“ Innerhalb der DLRG habe man in dieser Zeit eine große Unterstützung erfahren.

Zehn Prozent Selbstbeteiligung

Die Kosten für die notwendigen Reparaturen belaufen sich auf rund 40.000 Euro. „Da lagen wir mit unseren ersten Schätzungen nicht ganz falsch“, sagt Anne Feldmann. Den Großteil der entstandenen Kosten trägt die Versicherung. „Zehn Prozent müssen wir allerdings im Rahmen der Selbstbeteiligung aus der Vereinskasse dazusteuern.“ Für den Verein und seine 640 Mitglieder ein nicht unerheblicher Posten, „der im Haushaltsplan für das laufende Jahr natürlich nicht vorgesehen war.“ Diese knapp 4000 Euro fehlten nun an anderer Stelle.

Die Corona-Krise hat zudem das Vereinsleben auf den Kopf gestellt. Persönliche Treffen finden nur noch selten statt. Zusätzliche Einnahmequellen seien weggebrochen. „Es ist schade, aber wir wollen in diesen Zeiten lieber auf Nummer sicher gehen.“

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Die Polizei ermittelt unterdessen weiter nach den Tätern, die den spektakulären Motorendiebstahl im Juli begangenen haben. Mithilfe von Zeugenaussagen konnte zumindest schon die Tatzeit eingegrenzt werden. Die weiteren Ermittlungen zum Fall dauern an. Hinweise werden entgegengenommen unter Tel: 0800 2361 111.

Wer die DLRG Haltern finanziell unterstützen möchte, kann eine Spende auf folgendes Konto überweisen: DLRG Haltern Volksbank Südmünsterland-Mitte eG IBAN: DE44 4016 4528 0101 5909 00 BIC: GENODEM1LHN