Drei Kameras überwachen den Eingangsbereich

Nach Fall von sexueller Belästigung

Im Freizeitbad Aquarell sind drei Videokameras installiert worden. Die Stadtwerke als Betreiber des Bades reagieren damit auf zwei Fälle von sexueller Belästigung, die sich in den vergangenen Monaten in dem Bad ereignet hatten. "Wir mussten einfach reagieren", macht Badleiter Heinz van Buer deutlich.

HALTERN

, 07.06.2016, 06:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Drei Kameras überwachen den Eingangsbereich

Badleiter Hienz van Buer blickt auf den Bildschirm der neuen Kameraüberwachung im Aquarell.

Die Videokameras sollen nicht nur perverse Badegäste, sondern auch Diebe und Vandalen abschrecken. Van Buer: "Die Kameras wurden so installiert, dass sie nur die Bereiche der Spinde und die Eingangsbereiche im Blick haben. Niemand wird in den Kabinen beobachtet." Insbesondere die Eingänge zum Freibad, zum Hallenbad und zur Sauna seien nun kameraüberwacht.

Im für Besucher nicht einsehbaren Kassenempfangsbereich hängt ein Monitor. Dort werden laufend die Kameraeinstellungen in kleinen Fenstern im Wechsel gezeigt. "So können wir jederzeit sehen, was aufgenommen wird", erklärt der Badleiter auf Anfrage weiter.

Sicher fühlen

Das Videomaterial wird für eine bestimmte Zeit gespeichert. Kommt es zu einem Diebstahl oder Vandalismus, wird das Material gesichtet. Und nur dann. "Wir haben uns im Vorfeld mit der Polizei abgestimmt und halten uns natürlich an alle gesetzlichen Vorschriften", versichert van Buer. "Unsere Gäste sollen sich bei uns sicher fühlen, darum geht es", ergänzt er.

Die Staatsanwaltschaft Essen hatte kürzlich zwei Ermittlungsverfahren wegen sexueller Belästigung in dem Freizeitbad eingestellt. 

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